Die Premiere ihrer Sächsischen Meister-Classic am Wochenende konnte die Kfz-Innung Sachsen West/Chemnitz als großen Erfolg verbuchen. 66 Teilnehmer gingen an den Start der Rallye, die durchs Erzgebirge und ins Vogtland führte.
Fototermin mit Zuschauern an der weltberühmten Göltzschtalbrücke bei Netzschkau in Sachsen. Ein Chevrolet Corvette C3, Bj. 1971, wartet auf einen freien Platz.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)
Für die erste Sächsische Meister-Classic, die am vergangenen Wochenende auf 346 Kilometern durch historische Ortschaften im Erzgebirge und Vogtland führte, hatte Marco Wanderwitz, Staatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium, die Schirmherrschaft übernommen. Ausgangspunkt für die ambitionierten Strecken war an beiden Tagen der Messeplatz in Chemnitz. Insgesamt gingen 66 Teams auf ihre Fahrt durch Sachsen. Auf ihrem Weg lagen Zwickau, Zschopau, Johanngeorgenstadt – das Bilderbuch-Erzgebirge, das bekannt ist für seine Räucherkerzen, Lichterbogen und sein Holzspielzeug. Im Vogtland führte die Rallye zur berühmten Göltzschtalbrücke und in die Stadt Auerbach. Weitere Etappenziele waren Mittweida und Frankenberg.
Die Strecke musste der Beifahrer aus den Erklärungen des Roadbooks ermitteln. Eine Karte wurde ihm bei diesen Touren nicht an die Hand gegeben. Stattdessen galt es, aufmerksam nach den Vorgaben zu navigieren, also beispielsweise „nach 400 Metern links, dann 50 Meter geradeaus, an der vierten Ampel rechts“.
Nur Teams, die gut zusammenarbeiteten, kamen deshalb ohne Umwege an. Im Erzgebirge ging es hoch bis nach Johanngeorgenstadt, wo auch gleich eine Aufgabe zu meistern war. Auf dem Parkplatz der großen erzgebirgischen Pyramide mussten die Teams die Breite ihres Fahrzeugs richtig einschätzen, Getränkekisten in diesen Abstand stellen und dann mit dem Auto genau durchpassen, idealerweise ohne Kratzer am Kotflügel zu hinterlassen.
Im Räucherkerzenland in Crottendorf folgte der „Räucherkerzen-Weitwurf“. Schon kurz nach dem Start an der Messe erwartete die Teams eine Fahrzeugüberprüfung durch die Dekra, die zumindest Beleuchtung und Hupe testete. Anschließend sollten die Teilnehmer ihr Auto stoppen und dann möglichst genau eine Distanz von 150 Zentimetern mit ihrem Fahrzeug fahren.
Auf der Fahrt durch Sachsen wurden die Old- und Youngtimer aus den Dreißiger- bis Neunzigerjahren von vielen Zuschauern bewundert. An den Orten der Sonderprüfungen zeigten sich vor allem die vielen sächsischen Oldtimerfans begeistert und stellten teilweise ihre eigenen alten „Schätzchen“ zur Schau.
Begeisterte Fangemeinde am Straßenrand
Die Stimmung bei den Teams und Zuschauern war durchgehend sehr positiv. Immer wieder gab es vom Straßenrand begeisterten Applaus, wenn einer der drei Horchs aus den Jahren 1933, 1936 und 1938 vorbeirollte. Gebaut wurden diese legendären Fahrzeuge im sächsischen Zwickau.
Dass die alten Schätzchen etwas langsam den Berg erklommen, störte hier niemanden. Im Gegenteil. Von der Fangemeinde gab es Beifall und sogar La-Ola-Wellen. Die positive Stimmung entlang der Strecke spürten auch die Teilnehmer. „So freundlich sind wir vom Publikum noch bei keiner Oldtimertour empfangen worden“, waren sich viele Rallyeteilnehmer einig.
Das älteste Fahrzeug war ein Packard Straight Eight Golfers Roadster aus dem Jahr 1929. Der bietet für seinen Fahrer eine Extraklappe an der Seite, wo er ein Golfbag unterbringen kann. Die beiden jüngsten unter den Startern waren ein Jaguar XK8 und ein BMW Z3 Roadster, beide aus dem Jahr 1997.
Licht-Test-Team warb für Kampagne des Kfz-Gewerbes
Natürlich waren in Chemnitz auch Fahrzeuge aus der DDR-Zeit am Start. Ein Shiguli (Lada) aus dem Jahr 1974 nahm teil sowie mehrere Wartburgs aus den Sechzigerjahren mit ihren zeitlos eleganten Formen. Unter den Teilnehmern war auch das Team Licht-Test des ZDK mit Stefan Meyer und Simon Pfost von der Öffentlichkeitsarbeit. Sie warben für die Licht-Test-Kampagne des Kfz-Gewerbes und belegten mit ihrem Mercedes-Benz R129 aus dem Baujahr 1989 den 26. Platz.
Für Obermeister Michael Schneider und Innungsgeschäftsführer Uwe Schmidt der Innung Sachsen West/Chemnitz war die erste Meister-Classic ein großer Erfolg. Vorbild dafür war die Oberbayerische Meister-Classic der Kfz-Innung München und Oberbayern. Dort starten jedes Jahr zwischen 60 und 70 Fahrzeuge.
Stand: 08.12.2025
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Der Termin für die zweite Meister-Classic der Kfz-Innung Sachsen-West/Chemnitz steht bereits: Sie findet am Wochenende vom 20. bis zum 22. Mai 2022 statt.