Lada nähert sich mit neuen Modellen der schwarzen Null

Von Andreas Grimm

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Der russische Autobauer Avtovaz-Lada hat 2017 seine Position in der Heimat und auf den Weltmärkten deutlich verbessert. Zusammen mit einem Kostensenkungsprogramm kommt der Hersteller langsam aus der Verlustzone.

Für Lada lief es 2017 deutlich besser als in den Vorjahren. Die Muttergesellschaft Avtovaz konnte die Verluste deutlich begrenzen.(Bild:  Avtovaz)
Für Lada lief es 2017 deutlich besser als in den Vorjahren. Die Muttergesellschaft Avtovaz konnte die Verluste deutlich begrenzen.
(Bild: Avtovaz)

Der russische Automobilproduzent Avtovaz mit seiner Marke Lada hat im Jahr 2017 dank eines deutlich erhöhten Neuwagenabsatzes seinen Verlust stark reduziert. Der Hersteller profitierte dabei vom deutlichen Aufschwung des russischen Pkw-Marktes sowie von neuen Modellen im Lada-Produktportfolio.

Den Angaben zufolge verkaufte Lada rund 335.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Davon entfielen 311.500 Einheiten auf den russischen Heimatmarkt. Das waren 17 Prozent mehr als im Jahr 2016. In Russland ist damit gut jeder fünfte Neuwagen ein Lada (20,5 %), der Marktanteil stieg um einen Prozentpunkt. Der Gesamtmarkt legte im gleichen Zeitraum nur um knapp 12 Prozent zu. Zuvor hatte sich das Neuwagenvolumen des russischen Automarkts zwischen 2012 und 2016 halbiert. Inzwischen sehen Marktbeobachter eine Erholung.

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Etwa 24.000 Neuwagen exportierte Lada ins Ausland. Das ist ein Plus von 31 Prozent. Der Hersteller bedient 30 Länder, darunter neben den an Russland angrenzenden osteuropäischen Staaten auch Deutschland und China. Seit der zweiten Jahreshälfte 2017 knüpft Lada zudem an alte Handelsbeziehungen an und exportiert wieder nach Kuba und Jordanien.

Die Aufwärtsentwicklung schlägt sich in den Finanzzahlen des Autobauers nieder. Der Umsatz kletterte im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 um 22 Prozent auf 225,6 Milliarden Rubel (3,28 Mrd. Euro). Trotzdem fuhr Avtovaz erneut einen Verlust ein. Er sank allerdings von knapp 45 Milliarden Rubel im Jahr 2016 auf nun 9,7 Milliarden Rubel.

Konzernchef rechnet 2018 mit Gewinn

Konzernchef Nicolas Maure sprach von einer bedeutenden Verbesserung der Finanzdaten, auch dank der Einhaltung des Kostensenkungsprogramms. 2018 wolle Avtovaz wieder schwarze Zahlen schreiben. Damit hätte sich Lada zügig erholt. Der IHS-Analyst Svyatoslav Kuchko sah im Gespräch mit »kfz-betrieb« die Notwendigkeit von 500.000 Neuwagen im Jahr, damit Lada nachhaltig profitabel wirtschaften kann. Dafür sei auch eine stärkere Expansion ins Ausland notwendig.

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Während Lada hierzulande vor allem für den Geländewagen Taiga (früher Niva) bekannt ist, ist das meistverkaufte Modell der Russen die Limousine Granta, die sich fast 95.000 Mal verkaufte. Dem Klassiker im Lada-Angebot läuft inzwischen aber der modernere Vesta den Rang ab, der 2017 auch in Deutschland startete. Dieses Modell verkaufte sich als Limousine bald 80.000 Mal, dazu kommen noch gut 5.000 Kombis. Weitere viel verkaufte Modelle sind der Lada Largus (42.000 Einheiten) sowie der SUV X-Ray (33.000 Einheiten).

Mit der Erneuerung des Modellangebots kann Lada inzwischen auch im Flottengeschäft punkten – zumindest in Russland. 43.000 Einheiten wurden im vergangenen Jahr im Flottengeschäft abgesetzt, ein Plus von 32 Prozent.

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