Lada wechselt Teile seiner Führungsriege

Neuer Vorstandschef kommt erneut von Dacia

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Grimm)

Yves Caracatzanis wird Chief Executive Officer der Renault-Tochter Avtovaz, die die Marke Lada vertreibt. Der Franzose übernimmt zum 1. Juni 2018 die Nachfolge von Nicolas Maure, der den russischen Automobilbauer zwei Jahren lang führte und in dieser Phase die Verluste deutlich reduzierte. Wie der russische Autobauer mitteilte, wird Maure die weitere Entwicklung von Avtovaz auch künftig überwachen. Einerseits wird er im Vorstand des Renault-Konzerns künftig für die Region Eurasien zuständig sein und zudem als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Avtovaz seinen Nachfolger kontrollieren.

Wie sein Vorgänger kommt Caracatzanis vom rumänischen Hersteller Dacia. Der 54-jährige ist aktuell Managing Director des Renault-Konzerns in Rumänien und leitet gleichzeitig die Geschäfte von Dacia. Vor seinem Wechsel zum größten privaten Unternehmen in Rumänien leitete Caracatzanis das Industrie-Ressort der Vertriebsregion Eurasion. Für Renault arbeitet er seit 1992.

In seiner neuen Funktion soll Caracatzanis die Absatz-Erholung innerhalb und außerhalb Russlands fortführen und Lada zurück in die Gewinnzone führen. Grundsätzlich werde die eingeleitete Strategie der Modernisierung und der Erschließung ausländischer Märkte fortgeführt, heißt es von dem russischen Hersteller. „Wir sind optimistisch, dass sich der russische Markt langfristig weiter erholt und Avtovaz-Lada der führende einheimische Hersteller bleibt“, sagte Nicolas Maure in seiner neuen Funktion als Vize-Aufsichtsratschef.

Die Maure-Nachfolge ist die zweite Top-Personalie im Vorstand von Avtovaz. Bereits zum 1. April hat Alexey Bobrov sein Amt als Finanzvorstand angetreten. Er folgt auf Stefan Mauerer, der seit dem Jahr 2015 der Finanzchef des Herstellers war und den Konzern verlassen wird. Avtovaz wird er noch für eine Übergangsphase als Berater zur Verfügung stehen.

Sein Nachfolger Bobrov hat in Moskau Internationale Beziehungen studiert und arbeitete von 1999 bis 2009 in verschiedenen Finanz- und Beratertätigkeiten, unter anderem für Ernst & Young oder Lafarge in Moskau und Paris. Danach arbeitete er für Michelin und wurde Finanzchef der Osteuropa-Division des Reifenherstellers. Zuletzt war er Finanzvorstand der Michelin-Tochter Euromaster.

Etwas länger zurück liegt die Ernennung von Selcuk Cura zum Entwicklungsvorstand von Avtovaz mit Wirkung zum 1. Januar 2018. Cura folgt auf Harald Grübel, der nach Beendigung seines Arbeitsvertrags das Unternehmen verlassen hat. Der 54-jährige Cura ist bereits seit 30 Jahren für die Renault-Nissan-Allianz tätig. Zuletzt verantwortete er die Entwicklung der Plattformen für den Dacia Lodgy und Dokker.

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