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Lkws und Busse: 40 Prozent haben gravierende Mängel

| Autor: Christoph Baeuchle

Zahlreiche Lkws mit Anhängern und Bussen sind auf deutschen Straßen mit gravierenden Mängeln unterwegs. Rund 40 Prozent schafften die Sicherheitsprüfung nicht im ersten Anlauf. Für die meisten ging die Fahrt nach einem Werkstattaufenthalt weiter, aber nicht für alle.

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Bei 40 Prozent der Lkws, bei denen Mängel festgestellt wurden, war die Bremse nicht in Ordnung.
Bei 40 Prozent der Lkws, bei denen Mängel festgestellt wurden, war die Bremse nicht in Ordnung.
(Bild: Promotor)

Auf deutschen Straßen sind zahlreiche Nutzfahrzeuge mit sicherheitsrelevanten Mängeln unterwegs. Das zeigte die aktuelle Auswertung der SP-Mängelstatistik, die der ZDK für das vergangene Jahr veröffentlicht hat: Knapp 40 Prozent der rund 551.000 untersuchten Busse, Lkw und deren Anhänger wies eklatante Sicherheitsmängel auf. Die meisten konnten nach der Reparatur ihre Fahrt fortsetzen. Bei rund 34.200 Fahrzeugen, also 6,2 Prozent, war dies nicht möglich: Sie bestanden die Sicherheitsprüfung nicht.

Die Ergebnisse der SP-Mängelstatistik für 2018 basieren auf einer Auswertung der betrieblichen Rückläufe von über 550.000 erfassten Sicherheitsprüfungen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um knapp zwei Prozent zurück. Dafür lieferten 3.922 SP-Werkstätten die entsprechenden Daten.

Insgesamt stellten die Werkstätten bei mehr als 216.000 erfassten Fahrzeugen sicherheitsrelevante Mängel im Rahmen der Prüfung fest. Dabei fanden die Prüfer über 299.000 SP-relevante Mängel, was einer durchschnittlichen Mängelquote von 1,38 entspricht. Für die meisten ging es nach der Reparatur weiter: Mehr als 182.000 Fahrzeuge konnten die Techniker nach Abschluss der Sicherheitsprüfung direkt instand setzen. Damit schlossen sie die Sicherheitsprüfung „ohne Mängel“ ab.

Anhänger sind negativer Spitzenreiter

Betroffen waren alle Fahrzeugarten, wenn auch die Mängelquote je nach Typ etwas unterschiedlich ausfiel. Negativer Spitzenreiter waren die Anhänger mit einer Mängelquote von 43,2 Prozent. Etwas seltener fanden die Prüfer Mängel an Bussen (40,4 %) sowie Lkws und Zugmaschinen (36,0 %).

Hauptkritikpunkte der Prüfer waren wie in den Jahren zuvor vor allem die Bremsen. Rund 42,3 Prozent der beanstandeten Fahrzeuge hatten Probleme mit der Bremsanlage. Bei mehr als jedem dritten Fahrzeug (37,7 %) kritisierten die Experten Fahrgestell, Fahrwerk, Aufbau oder Verbindungseinrichtungen. Deutlich geringer war die Mängelquote der Reifen (11,2 %) und der Lenkung (8,8 %).

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