Opel-Rückrufe Lockere Radverschraubung und falsche Emissionswerte

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Fast alle Baureihen betrifft eine möglicherweise fehlerhafte Montage von Winterkompletträdern. Im Vivaro könnte dagegen eine falsche Kalibrierungssoftware die Emissionswerte negativ beeinflussen.

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Neben dem Opel Astra sind auch die Modellreihen Combo, Corsa, Crossland, Grandland, Insgnia, Vivaro und Zafira der Baujahre 2019 und 2020 von einem aktuellen Rückruf der Rüsselsheimer betroffen.
Neben dem Opel Astra sind auch die Modellreihen Combo, Corsa, Crossland, Grandland, Insgnia, Vivaro und Zafira der Baujahre 2019 und 2020 von einem aktuellen Rückruf der Rüsselsheimer betroffen.
(Bild: Opel)

Weil die Montage eventuell nicht mit dem korrekten Radschrauben-Anzugsdrehmoment erfolgt ist, ruft Opel in Deutschland 3.562 Einheiten diverser Baureihen zurück. Es könne zu einer Lockerung der Radbefestigung während der Fahrt kommen, erklärte ein Opel-Sprecher auf Nachfrage. „Es handelt sich um Fahrzeuge, bei denen die Montage der Winterkompletträder im Handel erfolgt ist”, erklärte er.

Konkret geht es um Astra, Combo, Corsa, Crossland, Grandland, Insignia, Vivaro und Zafira der Baujahre 2019 und 2020. „Wir haben bereits begonnen die Kunden zu kontaktieren, um bei betroffenen Fahrzeugen die Radverschraubungen zu überprüfen und gegebenenfalls mit dem spezifizierten Anzugsdrehmoment nachzuziehen”, sagte er. Für die Maßnahme mit dem internen Code „200853-CO (20-C-172)” sind 15 Minuten veranschlagt.

Software-Update beim Vivaro

Etwa eine halbe Stunde dauert laut dem Sprecher ein Update für 348 hierzulande registrierte Vivaro-Transporter der Baujahre 2016 und 2017. Es wird nötig, weil die Software des Harnstoff-Kontrollmoduls zur Reinigung der Dieselabgase „eventuell nicht der vorgesehenen Kalibrierung” entspricht.

Die Abhilfe gegen möglicherweise überhöhte Emissionswerte ist laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) insgesamt für etwas über 4.000 Transporter vorgesehen. Die Behörde schränkt sie auf „Motoren der zweiten Generation” ein. Im Gegensatz zum ersten Rückruf wird die Aktion „E202009410 (20-C-184)” vom KBA nicht überwacht.

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Freier Journalist