Die erste Runde ist gleich zu Ende. In der Haken-Schikane hinter der Haupttribüne zeigt der Hecktriebler noch einmal sein ganzes Können. Gebremst, kurz eingelenkt und mit Vollgas heraus aus der Rechts-Links-Rechts-Kurve. Die Zunge schnallst bis es nach Tempo 130 in die nächste Spitzkehre geht. Danach kann man erst einmal ausspannen. Entweder in der Boxengasse oder auf der 600 Meter langen Start-Ziel-Geraden. Für eine Pause ist jedoch noch keine Zeit. Die nächsten beiden Runde werden im gleichen Rhythmus gefahren – nur eine Spur härter – bis zum Limit ist noch Luft.
Die Lenkung ist eine Klasse für sich
Auf der zweiten und dritten Runde nimmt man beiläufig die ein oder andere Annehmlichkeit auf. Die elektrischen Sportsitze passen sich dem Körper prächtig an und die Lenkung ist eine Klasse für sich. Die Schaltung präsentiert sich dem sportlich ambitionierten Piloten knackig bis knochig und gerade beim heißen Vollgasritt wünscht man sich ein DSG-Getriebe. Dann können beide Hände am Steuer bleiben: Auf der 4,4 Kilometer langen Rennstrecke von Jerez de la Frontera nicht die schlechteste Wahl.
Ein paar Z4-Runden auf der Rennstrecke können einen süchtig machen. Doch es muss nicht die M-Version sein. Auch die schwächeren Brüder bereiten jede Menge Freude am Fahren. Auch wenn das Facelift abgesehen von den Leistungssteigerungen der Sechszylinder recht mager ausgefallen ist. So ist das Armaturenbrett trotz der innovativen Verwendung von Carbonleder nicht jedermanns Geschmack. Das Bediensystem iDrive bleibt zudem den anderen BMW-Modellen vorbehalten und einige Schalter sind nur zu ertasten. Störend weiterhin der preiswert anmutende Navigationsbildschirm (optional), der sich auf Knopfdruck entfaltet.
Der ganze M-Roadster-Spaß kostet 57.900 Euro – ohne Extras. Noch spaßiger dürfte sich wohl die Coupéversion präsentieren, die im Sommer auf den Markt kommt und 2.000 Euro günstiger ist. Für die Rennrunde in Jerez oder der Nordschleife muss man jedoch noch ein paar Euro drauflegen. Viele Extras lässt sich BMW extra bezahlen. Zum Beispiel die gelbe Warnweste – für 8,90 Euro.
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