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Maskenpflicht in verschiedenen Ländern

Autor: Doris Pfaff

Die Bundesregierung hat das Tragen einer Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit dringend angeraten. In Bayern gilt die Maskenpflicht ab kommenden Montag, nun folgen weitere Bundesländer. Das berührt dann auch den Autohandel.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Nach Bayern, wo ab Montag nächster Woche die Maskenpflicht gilt, führt sie unter anderem dann Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und auch Baden-Württemberg ein. Die Maske soll beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Damit sind auch Kunden des Autohandels betroffen.

Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es dazu nicht. Inzwischen ist bekannt, dass weitere Länder nachziehen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. So gilt ab nächster Woche auch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht, jedoch nur bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Ahndung bei Verstoß uneinheitlich

Sachsen-Anhalt führt wie Baden-Württemberg eine entsprechende Tragpflicht auch beim Einkaufen ein, Hamburg folgt ab Montag, Schleswig-Holstein am Mittwoch und Thüringen ab Freitag dieser Woche. Auch Hessen kündigte an, ebenfalls eine solche Maskenpflicht einführen zu wollen.

Vereinzelt haben Kommunen schon vorab reagiert und das Tragen eines Gesichtsschutzes in der Öffentlichkeit oder beim Nutzen des ÖPNV zur Pflicht gemacht, darunter die Städte Jena, Münster, Hanau und der Kreis Nordhausen.

Uneinheitlich ist auch die Regelung, wie ein Verstoß geahndet wird. Einige Bundesländer verzichten bislang auf Bußgelder (Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen), anderswo werden welche verhängt. In Baden-Württemberg ist ab 4. Mai ein Bußgeld vorgesehen.

Bedeutung für das Autohaus

Was die Maskenpflicht für den Autohandel konkret bedeutet, erläutert der ZDK:

  • Kunden sind verpflichtet bei Betreten des Autohauses eine Maske zu tragen, falls sie keine tragen, müssen sie auf die Regelung hingewiesen werden. Ggf. kann dem Kunden eine Maske zur Verfügung gestellt werden.
  • Mitarbeiter mit Kundenkontakt sollten ebenfalls eine Maske tragen, sofern kein anderer Schutz besteht.
  • Um ein einheitliches Bild abzugeben und die Kundenerwartung zu befriedigen, sollten auch Mitarbeiter des Kunden- und Teiledienstes mit Kundenkontakt Masken tragen.
  • Bei den Masken handelt es sich um sogenannte Community-Masken, also eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung.

In Baden-Württemberg gilt die Maskenpflicht nicht, wenn nicht, wenn medizinische oder sonstige schwere Gründe vorliegen (Gründen unzumutbar ist, etwa bei Asthma oder wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist oder wenn es einen anderen mindestens gleichwertigen baulichen Schutz gibt, etwa für Kassierer und Kassiererinnen, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten (Achtung: nur, wenn auch ein seitlicher Schutz besteht!). Das teilte Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Landesverbands, mit.

„Die Hinweise zeigen, dass die Verwendung von Masken für die Mitarbeiter des Autohauses mit Aufwand verbunden ist. Aus diesem Grund empfehlen wir, das Tragen der Masken für die Mitarbeiter zu minimieren, gleichzeitig aber den Schutz vor Ansteckungen zu gewährleisten. Dies kann z.B. dadurch erreicht werden, dass alle Arbeitsplätze mit Kundenkontakt (Rezeption/ Kasse, Verkaufs-, Service-, Teile-/ Zubehörberater) mit einer Scheibe (Spuckschutz) versehen sind. Dies ist auch im Sinne der Kundenkommunikation, da so die Mimik des Verkäufers erkennbar ist. Das Tragen einer Maske bleibt allerdings noch bei Erklärungen am Auto notwendig", sagt Geschäftsführerin Antje Woltermann vom ZDK.

In seinem Kfz-Meistershop bietet der ZDK für Mitglieder auch Artikel, die Unternehmen in der Corona-Krise helfen sollen, darunter auch Masken.

Allgemeine Regeln

Auf folgende Dinge muss der Autohandel ohnehin achten:

  • Den Kunden muss durch Aushang oder mündliche Mitteilung vor Betreten des Marktes vermittelt werden, dass im Autohaus zu anderen, wo immer möglich, ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten ist und dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Community-Maske) Pflicht ist.
  • Auf die Einhaltung eines generellen Mindestabstands von 1,5 Meter ist zu achten.
  • Die Anzahl der Kunden im Geschäft ist in Abhängigkeit von der Verkaufsfläche so zu begrenzen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Richtgröße für eine angemessene Anzahl von Kunden sind hierbei 20 Quadratmeter (Achtung: Abweichungen in Bayern) Verkaufsfläche pro Person. Bei Anwesenheit eines Verkäufers und eines Kunden sind demnach bereits 40 Quadratmeter die Richtgröße.
  • Als ergänzende Maßnahme ist das Tragen eines für die jeweilige Situation geeigneten Mund-Nasen-Schutzes (zum Beispiel Community-Maske) durch die Beschäftigten in Betracht zu ziehen.

Hier die vollständigen Hygieneempfehlungen des ZDK.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik