Meinauto.de baut Finanzservice aus

Geschäftsführer Alexander Bugge gibt Einblick in die Pläne

| Autor: Christoph Baeuchle

Für Meinauto.de-Chef Alexander Bugge läuft es derzeit gut.
Für Meinauto.de-Chef Alexander Bugge läuft es derzeit gut. (Foto: Meinauto.de)

Herr Bugge, langsam kommt der Onlineverkauf in der Branche ins Rollen. Wie wirkt sich dies auf Meinauto.de aus?

Alexander Bugge: Davon profitieren wir definitiv. Die Entwicklung erstreckt sich ja bereits über mehrere Jahre und nimmt jetzt Fahrt auf. Eine stark wachsende Zahl an Kunden informiert sich nun nicht mehr nur, sondern schließt auch Verträge ab.

Können Sie dies in Zahlen näher erläutern?

Das zeigt sich beispielsweise an unseren Besucherzahlen: 2018 hatten wir rund 17 Millionen Besucher, im Jahr zuvor waren es noch 13 Millionen.

Auch die Händler nutzen stärker das Internetgeschäft und verkaufen selbst. Werden Ihre ehemaligen Partner zu Wettbewerbern?

Nach wie vor sind Händler unsere wichtigsten Partner. Wir freuen uns über weitere Anbieter im Bereich Internet, Neuwagen, Kauf und Finanzierung. Das vergrößert den Markt. Wir haben unser Ziel klar definiert: Wir wollen die Führerschaft in diesem Bereich halten.

Ohne große Wettbewerber ist das natürlich ein kleines Ziel.

In den vergangenen Jahren sind größere Marktbegleiter weitgehend verschwunden, einige kleinere gibt es noch. Aber das ist kein Grund, uns auf dem Erreichten auszuruhen.

An welchen neuen Produkten arbeiten Sie?

Ein Haupttreiber unserer Weiterentwicklung ist das Thema Leasing, wir sprechen auch von „Mobility as a service“. Wir bauen die Finanzdienstleistungen gemeinsam mit unserem Schwesterunternehmen Mobility Concept aus.

Können Sie das näher erläutern?

Mittlerweile können wir frei konfigurierbare Fahrzeuge mit verbesserten Leasingangeboten koppeln. Dadurch werden unsere Angebote noch attraktiver. Wir gehen damit quasi in ein für uns neues Feld, das bislang andere besetzen, während wir stark auf Barkauf-Angebote konzentriert waren.

Neue Märkte wollten Sie auch im Ausland besetzen. Wie steht es um die geplante Internationalisierung?

Wir konzentrieren uns derzeit auf Wachstum mit Neuwagen und Mobilitätsangeboten. Dafür sehen wir hierzulande noch erhebliches Potenzial. Internationalisierung ist spannend, steht aber zurzeit nicht an.

Und wie steht es um die auf Eis gelegten Pläne mit Gebrauchtwagen?

Daran hat sich nichts geändert: In absehbarer Zeit wird es hier nichts Neues geben.

Eine gute Performance hatten Sie zuletzt mit der Leadvermittlung Meinauto Local. Wie geht es weiter?

Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden und wollen sowohl das Produkt Meinauto local als auch Pro-Neuwagen, unsere Plattform, die Händlern Angebote aller Marken zur eigenen Vermarktung zur Verfügung stellt, in den nächsten Monaten weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, das Verkaufen für den Händler noch einfacher, effizienter und profitabler zu gestalten.

Geben Sie uns einen Einblick.

Wir sind noch in der Konzeption und schauen uns verschiedene Möglichkeiten an. Denkbar ist beispielsweise, den Händlern mit den bereitgestellten Leads und Prozessen noch stärker Zugang zu unseren attraktiven Finanzdienstleistungen zu verschaffen.

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