Tesla Musk startet Robotaxi-Produktion

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Tesla-Chef Elon Musk sieht die Zukunft des Autobauers immer offensiver in den selbstfahrenden Cybercabs. Die ersten Wagen rollen nun aus den Fabriken. Gleichzeitig legte Tesla gute Daten für das erste Quartal vor, inklusive steigender Absatzzahlen.

Die Neuwagenverkäufe von Tesla klettern derzeit wieder. Firmenchef Elon Musk sieht dennoch die Zukunft in selbstfahrenden Modellen.(Bild:  Tesla)
Die Neuwagenverkäufe von Tesla klettern derzeit wieder. Firmenchef Elon Musk sieht dennoch die Zukunft in selbstfahrenden Modellen.
(Bild: Tesla)

Tesla hat laut Firmenchef Elon Musk die Produktion des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab gestartet, das ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll. Musk veröffentlichte auf seiner Online-Plattform X ein kurzes Video, auf dem die Fahrzeuge auf Produktionslinien zu sehen sind.

Musk sieht die Zukunft von Tesla schon seit einiger Zeit nicht mehr in den klassischen E-Autos, sondern in Robotern und Robotaxis. Die Zweisitzer würden mit der Zeit den Großteil von Teslas Autoproduktion ausmachen, sagte er zuletzt erneut. Tesla steht bei selbstfahrenden Autos ohne Aufsicht allerdings erst am Anfang.

Waymo klare Nummer eins

Während fahrerlose Wagen der Google-Schwesterfirma Waymo in den USA bereits mehr als 500.000 bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche machen, hat Tesla bisher nur wenige autonome Wagen seines Models Y im Einsatz. Auch Cybercab-Testfahrzeuge waren bisher nur mit Menschen am Steuer zu sehen.

Musk verkündet jedoch, dass sein Unternehmen schnell die Führung im Markt übernehmen werde. Ein Grund sind Kostenvorteile: Musk will nur mit Kameras auskommen, ohne die teureren Laser-Radare, auf die Waymo und andere Entwickler setzen. Zahlreiche Experten und Rivalen zweifeln daran, dass Autos lediglich mit Kameras verlässlich genug autonom fahren können.

Tesla rechnet trotz der Sicherheitsfragen damit, dass sein fortgeschrittenes Fahrassistenzsystem, das Fahrern weitgehend die Steuerung abnehmen soll, in den kommenden Monaten in der ganzen EU zugelassen wird. Man sei nach der Genehmigung in den Niederlanden gut für eine EU-weite Zulassung im laufenden Quartal aufgestellt, sagte Finanzchef Vaibhav Taneja.

Gute Zahlen im ersten Quartal

Wirtschaftlich lief es für Tesla zuletzt besser, im vergangenen Quartal legten Umsatz und Gewinn zu. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 22,39 Milliarden Dollar, wie der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Elektroauto-Vorreiter am späten Mittwochabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn stieg um 17 Prozent auf 477 Millionen Dollar. Die weltweiten Tesla-Auslieferungen kletterten im ersten Quartal im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge. Im Vorjahresquartal waren die Auslieferungen noch um 13 Prozent gefallen.

Tesla hat sein europäisches Werk, das das Model Y produziert, in Grünheide bei Berlin. Der Autobauer will die Zahl der Beschäftigten dort nun kurzfristig um 1.000 aufstocken, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit würden dort 11.700 Menschen arbeiten. Tesla begründet die Steigerung mit gestiegener Nachfrage. Vor etwas mehr als zwei Jahren arbeiteten dort bereits rund 12.400 Beschäftigte.

„Die Zulassungszahlen in den Märkten, die wir beliefern, sind im ersten Quartal deutlich angestiegen“, sagte der Werksleiter in Grünheide, André Thierig. Im ersten Quartal habe die Fabrik mit über 61.000 Fahrzeugen einen neuen Produktionsrekord aufgestellt. Auch auf dem deutschen Markt machte Tesla einen Sprung und legte nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamts von Januar bis März 2026 mit 12.829 bei den Neuzulassungen um 160 Prozent zu. In Grünheide wird nach Angaben des Werksleiters das Model Y produziert.

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