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Netflix im Fahrzeug? Das hält der Auto-Nachwuchs von Teslas Idee

| Autor: Christoph Seyerlein

Tesla will noch 2019 Streaming-Dienste wie Netflix und Youtube ins Auto bringen. Gerade an jüngere Fahrer dürfte sich das Angebot richten. Doch will der Auto-affine Nachwuchs ein solches Feature überhaupt? »kfz-betrieb« fragte via Instagram nach – und erhielt ein eindeutiges Feedback.

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(Bild: Tesla)

Tesla-Chef Elon Musk hat kürzlich angekündigt, mit dem nächsten Software-Update Streaming-Dienste in die Modelle der Kalifornier integrieren zu wollen. Noch 2019 soll es möglich sein, Netflix und Youtube-Inhalte auf dem Infotainment-Bildschirm aktueller Tesla-Modelle anzeigen zu lassen.

Das Feature soll allerdings nur dann verfügbar sein, wenn das Auto steht. Damit will Musk wohl möglichen Negativ-Schlagzeilen von vornherein einen Riegel vorschieben. Denn an anderer Stelle hat Tesla mit seiner Technologie bereits mehrmals für Ärger gesorgt: So steht das Fahrerassistenzsystem Autopilot immer wieder in der Kritik. Mehrere Tesla-Fahrer sind mit ihren Fahrzeugen im Autopilot-Modus bereits tödlich verunglückt. Kritiker werfen Tesla deshalb vor, nicht ausreichend darauf hinzuweisen, dass die Autos nicht vollautonom fahren können.

Auch Streaming im Auto birgt die Gefahr, den Fahrer vom Geschehen auf der Straße abzulenken. Wohl auch deshalb sollen Tesla-Modelle nur im Stehen in ein „Kino“ verwandelt werden können, wie Musk sagt. Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen vollautonomes Fahren zulassen, will Tesla das Feature aber auch während der Fahrt freischalten.

Nicht zuletzt dürfte Musk mit seiner Ankündigung aber auch im Sinn haben, Teslas Status als Gamechanger in der Autoindustrie weiter zu zementieren. Die Hoffnung dürfte wohl auch sein, die eigenen Fahrzeuge für jüngere Kunden attraktiver zu machen, die Netflix und Youtube häufiger nutzen als ältere Autofahrer. Schließlich will Tesla mithilfe des Model 3 zunehmend im Massenmarkt Fuß fassen.

Junge Autofans zeigen sich skeptisch

Doch sind Streaming-Dienste im Auto bei jungen, Auto-affinen Menschen überhaupt gefragt? »kfz-betrieb« ging jener Frage in einer Blitz-Umfrage via Instagram nach. Das Ergebnis der 735 Personen, die dabei abstimmten, viel eindeutig aus: Drei Viertel gaben an, dass solche Angebote ein Fahrzeug für sie nicht attraktiver machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei vor allem junge Leute ihre Meinung geteilt haben, ist hoch: 85 Prozent der Follower von »kfz-betrieb« bei Instagram sind 34 Jahre oder jünger.

»kfz-betrieb« befragt via Instagram jeden Sonntag User zu aktuellen Branchenthemen. Auch ansonsten steht auf dem Kanal der Community-Charakter im Vordergrund. Und auch eine Portion Spaß ist dort erlaubt und erwünscht. Wer dabei sein und sich beteiligen will, solltehier einmal vorbeischauen.

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