Netzwerk aus Nachwuchskräften

Redakteur: Johannes Büttner

Der dritte Rang beim Bundesbildungspreis ging in der Kategorie „Mittlere Betriebe“ an das Volkswagen-Autohaus Knubel GmbH in Beckum.

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Als Geschäftsführer eines Autohauses mit 40 Mitarbeitern hat man eine Menge zu tun. Zum Beispiel regelmäßig die Haupt- und Realschulen, Gymnasien sowie Berufskollegs der Region zu besuchen, um Lehrern, Eltern und vor allem Schülern die Ausbildungsberufe des Kfz-Gewerbes vorzustellen. Zumindest stehen zahlreiche solche Termine bei Frank Weike, Geschäftsführer der Knubel GmbH in Beckum, im Kalender.

Für dieses Engagement sprechen aus Weikes Seicht mehrere Gründe: Der Betrieb kann einen Imagegewinn verzeichnen und zukünftige Azubis für sich gewinnen. Von denen wiederum kann der VW-Betrieb in zweifacher Weise profitieren: Entweder, sie bleiben dem Unternehmen treu und machen dort Karriere. Oder sie finden nach ihrer Ausbildung bei einem anderen Betrieb eine Arbeitsstelle, bleiben aber in Kontakt zu Knubel. „Auf diese Weise bauen wir uns ein Netzwerk auf, das wir aktivieren, wenn wir neue Mitarbeiter benötigen“, erläutert Weike.

Immer in Kontakt bleiben, diese Devise gilt bei Knubel auch schon vor Beginn der Ausbildung. Schüler werden zu Praktika eingeladen, in denen sie selbstständig Projektarbeiten durchführen dürfen. Dabei steht ihnen ein Pate aus dem Unternehmen zur Seite. Nach der Schnupperlehre bleibt der Betrieb unter anderem über Facebook in Kontakt zu den Schülern, um aus Praktikanten Azubis zu machen.

Auch Hauptschüler sind willkommen

Die Chance auf eine Karriere bei Knubel haben nicht nur schulische Überflieger. Wichtiger als Schulnoten sind für Weike und seinen gewerblichen Ausbildungsleiter Günther Hagemann Motivation und Engagement der Bewerber. „Wir wollen Leute, die sich einen Kopf um die Dinge machen, die gerne hierherkommen“, betonen sie. Das könne ein Hauptschüler oder ein Jahrespraktikant aus dem Berufskolleg genauso sein wie ein Gymnasiast.

Für die Azubis zahlt sich engagierte Arbeit unter anderem in Form von Fahrtrainings oder Ausflügen in die Autostadt nach Wolfsburg aus. Und sie können sich bereits während ihrer Lehrzeit weiterqualifizieren, etwa durch die Teilnahme am Programm Volkswagen Technologie für Azubis (VTA). Viele kaufmännische Auszubildende erwerben bereits die notwendige Zertifizierung für die Weiterbildung zum Automobilverkäufer.

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