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Neuartige Achsvermessung von Beissbarth

Autor: Steffen Dominsky

Deutlich schneller und trotzdem hochpräzise: Das verspricht das System zur Vermessung und Einstellung von Fahrwerken, das der Münchner Werkstattausrüster jetzt präsentiert.

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Das „Q.Lign“ von Beissbarth verspricht Achsvermessungen in deutlich kürzerer Zeit und benötigt weniger Platz als übliche Säulensysteme.
Das „Q.Lign“ von Beissbarth verspricht Achsvermessungen in deutlich kürzerer Zeit und benötigt weniger Platz als übliche Säulensysteme.
(Bild: Beissbarth)

Beissbarth präsentiert seine neueste Generation von Achsvermessungssystemen. Anders als das hauseigene „ML3X“ und die Produkte der meisten Mitbewerber kommt das neue System der Münchner nicht als Säulenkonzept daher, das vor der Bühne platziert werden muss. Laut Beissbarth steht dieser Platz damit problemlos für die Scheinwerferkontrolle/-einstellung oder für Fahrerassistenzkalibriersysteme zur Verfügung. Stattdessen besteht das neue System – mit Ausnahme der vier Radaufnehmer – lediglich aus zwei handlichen Messwertaufnehmern, die seitlich an der Hebebühne angebracht werden. Das Prinzip der Hebebühne – Unter- oder Überflur – spielt dabei keine Rolle.

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Die beiden Aufnehmer bestimmen automatisch ihre räumliche Position zueinander. Somit kann der Anwender den Einmessvorgang in jeder beliebigen Bühnenhöhe ausführen, von der Nullposition bis zum Endanschlag. Die Messwertaufnehmer arbeiten komplett kabellos und dank Lithium-Ionen-Akkus mehr als einen Arbeitstag lang, ohne geladen werden zu müssen.

Die vollständige Bilderkennung, -verarbeitung sowie der gesamte Messablauf finden per 3-D-Kameratechnik in Echtzeit statt. Die Werkstatt benötigt mit Ausnahme eines Anzeigegeräts keinerlei weiteres Equipment. Das Messergebnis kann auf jedem TV, PC, Laptop oder Smartphone angezeigt werden. Zusätzlich bekommt der Anwender nötige Einstellangaben (Richtung und „Menge“) in Form einer Balken-/Pfeilgrafik direkt an den Messaufnehmern auf vier OLED-Displays angezeigt.

Sobald die Radaufnehmer mit den Bildtafeln am Fahrzeug angebracht sind, steht sofort ein Messergebnis zur Verfügung. Ein patentierter Pistolengriff samt Ratschenmechanismus erlaubt es dem Anwender, die Aufnehmer mit nur einer Hand in wenigen Sekunden zu befestigen. Die Befestigung der Aufnehmer erfolgt am Reifen, nicht an der Felge. Alternativ steht auch eine Befestigung über Radmutter/-bolzen per Magnetaufnehmer zur Verfügung.

Auch die Position der einzelnen Aufnehmer ist egal – per QR-Code erkennt das System in Sekundenschnelle, wo welcher hängt – das heißt, der Anwender muss nicht darauf achten, dass Aufnehmer hinten links auch stets hinten links angebracht wird usw.; und das ohne aufwendiges Kalibrieren.

Erhältlich ist das neue Achsvermessungssystem zu Preisen ab rund 12.000 Euro.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group