Recycling Neue Reifen aus altem Gummi

Autor: Jan Rosenow

Verschlissene Reifen sind ein wichtiger Rohstoff. Heute werden sie vor allem zu Gummigranulat verarbeitet oder zur Energiegewinnung verbrannt. Doch die Industrie arbeitet daran, aus ihnen wieder neue Reifen zu machen – auf unterschiedlichen Wegen.

Beim Kaltrunderneuern wird eine neue Lauffläche auf die abgeraute Reifenkarkasse aufgebracht. Der Reifen ist fit für ein zweites Leben.
Beim Kaltrunderneuern wird eine neue Lauffläche auf die abgeraute Reifenkarkasse aufgebracht. Der Reifen ist fit für ein zweites Leben.
(Bild: Continental)

Die aktuell größte Herausforderung für die Automobilindustrie ist es, den schädlichen Einfluss ihrer Erzeugnisse auf die Umwelt zu verringern. Beim Schadstoffausstoß und dem Kraftstoffverbrauch hat sie bereits beeindruckende Fortschritte erzielt – bis zum Nullemissionsfahrzeug, dem Elektroauto. Doch ein Problem bleibt nach wie vor ungelöst, und das ist der Reifenverschleiß. Dieser wirkt sich auf die Umwelt gleich auf zwei Wegen aus:

  • Reifenabrieb gelangt ungehindert in die Umwelt und ist mit rund 100.000 Tonnen pro Jahr in Deutschland die dominierende Quelle für Mikroplastik.
  • Altreifen müssen entsorgt und verwertet werden. In Deutschland fielen im Jahr 2019 571.000 Tonnen Altreifen an.

Während der Einfluss des Gummiabriebs auf die Umwelt (Tiere und Pflanzen) sowie auf die Gesundheit des Menschen noch erforscht wird, ist der Umgang mit Altreifen längst gelebte Praxis. Ungefähr zwei Drittel der Gesamtmenge werden stofflich weiterverwendet, ein Drittel zur Energiegewinnung verbrannt.

Über den Autor

 Jan Rosenow

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group