Neue Rollen und Aufgaben im Autohaus

Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald

| Autor: Holger Zietz

Obermeister Dietmar Clysters sieht auf Verkäufer neue Aufgaben zukommen.
Obermeister Dietmar Clysters sieht auf Verkäufer neue Aufgaben zukommen. (Bild: Holger Zietz/»kfz-betrieb«)

Neue Zeiten erfordern neue Antworten. Das gilt auch im Kfz-Gewerbe. Die Branche steht nicht vor großen Veränderungen, sondern ist bereits mittendrin. Dies wurde in der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald deutlich. Qualifizierte Mitarbeiter in Autohäusern und Werkstätten sind demnach für den künftigen Erfolg der Betriebe besonders entscheidend. Deren Rollen und Aufgaben haben sich bereits zum Teil spürbar verändert.

Ein Beispiel: Der Kunde kommt immer häufiger komplett informiert ins Autohaus. Dort muss er dann beraten werden, ob das fertige Angebot aus dem Netz seinen Bedürfnissen entspricht oder ob es modifiziert werden muss – von einem richtigen Menschen, der auf Fragen auch Antworten weiß. „Kann Ihr Verkäufer auf fertige Angebote aus dem Internet antworten?“, fragte Obermeister Dietmar Clysters in die Runde.

Die Qualifizierung der Mitarbeiter ist in allen Betrieben seit langem ein wichtiges Thema. Egal ob in Verwaltung oder Technik – gutes Personal ist begehrt. Da auf dem Arbeitsmarkt qualifizierte Mitarbeiter immer schwerer zu finden sind, hilft nur eines: ausbilden. „Die Innung berät an sechs Tagen in der Woche“, betonte Obermeister Clysters. Die Mitarbeiter der Innung würden für die Ausbildung im Kfz-Gewerbe auf ganz unterschiedlichen Veranstaltungen werben. Neben Bildungsmessen für Berufsstarter gehöre mittlerweile auch die Oldtimerausstellung im Schwetzinger Schlosspark dazu.

Nicht nur alte Fahrzeuge bedürfen der Wartung und Pflege. Auch die neuen, stromgetriebenen Modelle brauchen eine fachkundige Hand. Darüber hinaus wird ein leistungsfähiges Stromnetz zum Tanken benötigt. Ausreichend Strom sei vorhanden, erklärte Steffen Häusler vom Fachverband Elektro- und Informationstechnik. Sorge könne vielmehr die Stromverteilung in Privathäusern und Werkstätten bereiten. Das Niederspannungsnetz tauge nicht überall, um die Strommengen zu transportieren. Häusler empfiehlt, sich frühzeitig beim Energieversorger zu informieren, ob die Leitungen ausreichen. Wenn nicht, müsse ausgebaut werden. Da könne bei entsprechenden Anschlusswerten eine eigene Trafostation auf dem Firmengelände notwendig werden.

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