Neuer Mercedes GLA: Ein SUV zum Schluss

Erfolgsstory soll fortgesetzt werden

| Autor: sp-x

Seit seinem Debüt 2014 wurde der GLA rund eine Million Mal verkauft.
Seit seinem Debüt 2014 wurde der GLA rund eine Million Mal verkauft. (Bild: Mercedes)

Immer schön der Reihe nach. So zumindest lautete die Devise der Mercedes-Strategen, geht es um die Einführung ihrer Kompaktmodelle. Erst A- und B-Klasse sowie A-Klasse Limousine, dann CLA und CLA Shooting Brake, gefolgt vom GLB und ganz zum Schluss der GLA. Und weil es in China die A-Klasse als Limousine auch mit längerem Radstand gibt, zählt man insgesamt acht Modelle, die auf der intern genannten MFA2-Architektur basieren.

Die Kompaktklasse ist für Mercedes eine Erfolgsstory sondergleichen. Über 600.000 Modelle setzen die Stuttgarter Autobauer jedes Jahr ab, fast ein Drittel der gesamten Fahrzeugproduktion. Einen nicht unwesentlichen Teil hat dazu der GLA beigetragen. Kompakte Crossover liegen voll im Trend. Seit seinem Debüt 2014 wurde der GLA rund eine Million Mal verkauft.

Dass es mit der zweiten Generation (intern H 247 genannt) munter so weitergeht, dürfte ausgemachte Sache sein. Zumal der neue GLA nicht größer geworden ist. Im Gegenteil, genau 1,5 Zentimeter fehlt es ihm an Länge zum Vorgänger (4,42 Meter). Dafür gab ihm Designchef Gorden Wagener eine etwas aufrechtere Silhouette mit auf den Weg und verpasst dem neuen GLA einen mehr SUV-ähnlichen Auftritt. Zehn Zentimeter höher liegt die Dachlinie. Dies kann selbst die Tarnfolie nicht verbergen, unter der die Vorserienmodelle noch bis zum 11. Dezember stecken. Erst dann feiert der GLA seine offizielle Weltpremiere.

Weil mit dem höheren Aufbau gleichzeitig das Package verbessert wurde – die Rücksitze lassen sich jetzt längs verschieben und haben sogar eine senkrechte Cargo-Stellung – bietet der neue GLA nicht nur ein Plus an Beinfreiheit, sondern auch mehr Kofferraumvolumen. Genaue Werte will Mercedes noch nicht nennen. Zur Orientierung: Das heutige Modell hat 421 Liter.

Das „Willkommen zu Hause“-Gefühl

Hinter dem Lenkrad heißt es „Willkommen zu Hause“. Das Cockpit des CLA entspricht komplett jenem der A-Klasse, heißt: superbreites und hochauflösendes Display in gestochen scharfer Brillanz. Dazu die drei prominenten, runden Lüfterdüsen in Turbinen-Optik in der Mitte des Cockpits. Abgedeckt in den Vorserienmodellen war allerdings das restliche Armaturenbrett. Man wollte wohl noch nicht zeigen, welche Art von Dekor-Einsätzen es für die verschiedenen Ausstattungsversionen so gibt. Beruhigend aber zu wissen: Die Verarbeitungsqualität liegt schon jetzt auf Top-Niveau.

Die erste Mitfahrt im neuen GLA zeigte vor allem: markentypischen Komfort, Ruhe, Geschmeidigkeit, Ausgewogenheit – zumal der Testwagen mit der neuen Achtgang-Automatik (Doppelkupplungsgetriebe) ausgestattet war. Und mit dem Allradantrieb 4Matic. Wer diese Option wählt, erhält automatisch das Off-Road-Paket, das unter anderem LED-Abbiegelicht enthält und eine spezielle Darstellung auf dem Display bietet. Anscheinend wollen Kunden genau wissen, wie schräg ihr Auto steht oder in welchem Winkel es die Steigung hochgeht.

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