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Nissan Juke: Vom Außenseiter zum Allrounder

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Nissan legt nach fast zehn Jahren den Juke neu auf. Der Crossover polarisiert nicht mehr ganz so stark und überzeugt mit mehr Platz und gesteigertem Komfort.

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Der Nissan Juke hat in der zweiten Generation das polarisierende Äußere des Vorgängers abgelegt.
Der Nissan Juke hat in der zweiten Generation das polarisierende Äußere des Vorgängers abgelegt.
(Bild: Nissan)

Viele staunten nicht schlecht, als Nissan vor rund zehn Jahren den ersten Juke präsentierte. Einerseits, weil sich die Japaner damit als einer der ersten Autobauer in das Klein-SUV-Segment wagten. Vor allem aber, weil der Juke optisch extrem polarisierte: Die kurze, pummelige Karosserie, eine hohe Motorhaube, aufgesetzte Glubschaugen-Scheinwerfer und ein verspieltes Heck – entweder, man verliebte sich sofort in den Mini-City-Hochbeiner, oder man versteht bis heute nicht, was andere daran schön finden.

Geschadet hat der schrullige Auftritt dem Juke nicht. Rund eine Million Kunden hat er bereits von sich überzeugen können. Nach überdurchschnittlich langer Bauzeit steht jetzt die zweite Juke-Generation beim Händler – und hofft auf mindestens ebenso viele Käufer, die bereit sind, 18.990 Euro oder mehr auf den Tisch zu legen.

Nissan Juke: Komplettes Makeover
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Anlocken wird der Juke II auf jeden Fall die, denen die erste Generation zu exzentrisch war. Zwar bleibt er der Grundform treu, aber die entschärften Lichter und das erwachsenere Heck mit zweigeteilten Rückleuchten wirken deutlich gefälliger. Letztere sind zwar in der Herstellung teurer, sorgen aber gleichzeitig für eine breitere Kofferraumöffnung. Und weil auch der Radstand um knapp elf Zentimeter zugelegt hat, lässt sich das Gepäckabteil des nun 4,21 Meter langen Nissans mit 422 Litern beladen – rund 20 Prozent mehr als bisher.

Auch auf der Rückbank geht es geräumiger zu, selbst ausgewachsene Gäste können zumindest auf der Kurzstrecke gut sitzen. Das ordentlich verarbeitete Cockpit, das in der Top-Version in drei bunten Farben erhältlich ist, ist ohnehin ausreichend luftig.

Ein-Triebwerk-Politik

Wer sich für den neuen Juke interessiert, muss sich – zumindest vorläufig – keine Gedanken über den Motor machen. Einzig verfügbarer Antrieb ist der auch aus dem Nissan Micra bekannte Einliter-Dreizylinder-Turbo-Benziner, der 86 kW/117 PS leistet und 180 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert.

Zwar wirkt die Ein-Triebwerk-Politik im ersten Moment gewagt, doch haben die Produktplaner das richtige Aggregat für den Juke ausgesucht. Nur wenige Kunden dürften damit nicht glücklich werden: Obwohl das Motörchen keine Sportmaschine und mit über zehn Sekunden für den 100er-Sprint nicht besonders schnell ist, fühlt sich der Nissan spritzig an und macht sogar bergauf noch eine gute Figur.

Mit rund sechs WLTP-Litern Verbrauch ist er kein Sparmeister, aber im Vergleich mit anderen auch nicht zu durstig. Passend ist der knurrige Dreizylinder-Klang, etwas störend dagegen das laute Turbo-Gesäusel. Dagegen hilft, die Bose-Sound-Anlage lauter aufzudrehen: Die kommt in Verbindung mit den Sportsitzen mit coolen Lautsprechern in Kopfhörer-Optik an den Kopfstützen der Vordersitzen; dass die beim Schulterblick etwas stören, steht auf einem anderen Blatt.

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