Oberbayern-Rallye verdoppelt Teilnehmerzahl

Dritte Auflage der Oberbayerischen Meister-Classic

| Autor: Holger Zietz

(Bild: Zietz /»kfz-betrieb«)

240 Kilometer durch das Voralpenland hatten am Wochenende 70 Oldtimer zu bewältigen. Sie starteten im Rahmen der „Oberbayerischen Meister-Classic“. Die Oldtimerrallye hatte die Kfz-Innung München und Oberbayern vor drei Jahren ins Leben gerufen.

Mit 62 Teams am Start war das Teilnehmerfeld doppelt so groß wie in den beiden Vorjahren. Der Erfolg bestärkte Obermeister Hans Medele und Innungsgeschäftsführer Andreas Brachem, die Veranstaltung jährlich stattfinden zu lassen. In reizvoller oberbayerischer Atmosphäre rollten die Fahrzeuge über die Strecke, die Autos im Wettbewerb mussten vor dem 31.12.1991 erstmals zugelassen worden sein.

Ausgetragen wurde der Wettbewerb rund um Bad Aibling im Chiemgau. Den ersten Platz erreichten Jutta und Klaus Metzenauer mit ihrem Jaguar XK 140, Baujahr 1955. Der zweite Platz ging an Petra und Andreas Brosch mit dem VW Käfer Cabrio 1302, der erstmals 1972 auf die Straßen kam. Auf den dritten Platz kamen Sandra Boy und Ulrich Matern mit ihrem Jaguar S III aus dem Jahr 1973.

In diesem Jahr war ein Graham „Sharknose“ von 1938 das älteste Fahrzeug im Feld. Ein Kübelwagen, gebaut 1943, bekam den Preis für das Fahrzeug mit der geringsten Motorisierung (24,5 PS). Für den guten Erhaltungszustand wurde eine Borgward Isabella in der Coupé-Variante und mit der seltenen Bicolor-Ausführung aus dem Jahr 1958 mit einem Pokal ausgezeichnet.

Orientierungssinn auf der Tour sowie Geschick und Allgemeinbildung bei den Stationsprüfungen waren für alle Teilnehmer während der Rallye gefordert. Die Streckenführung war so ausgelegt, dass sie Vor- und Nachkriegsfahrzeuge gleichermaßen abfahren konnten. Um den familiären Charakter der Tour zu erhalten, hat die veranstaltende Innung die Obergrenze bei 70 startenden Fahrzeugen gezogen.

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