Passat-Rückruf: Lockere Stecker statt Abgas

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Deutschland wartet auf den Passat-Rückruf. Nun müssen viele Modelle in die Werkstatt, jedoch wegen lockerer Stecker statt der Diesel-Manipulation. Auch Modelle vom Skoda Superb sind betroffen.

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Der Passat muss in die Werkstatt, weil sich Steckverbindungen lockern können.
Der Passat muss in die Werkstatt, weil sich Steckverbindungen lockern können.
(Foto: VW)

VW und Skoda rufen derzeit ihre Flaggschiffe in der Mittelklasse zurück. Ursache sind allerdings nicht die manipulierten Abgaswerte, sondern lockere Steckverbindungen. Weil es zum Absterben des Motors sowie zum Ausfall verschiedener Funktionen kommen kann, z.B. der Lenkkraft- und Bremskraftunterstützung, des Kombi-Instruments oder der Beleuchtungsanlage, müssen weltweit 177.000 Passat aus dem Bauzeitraum März 2014 bis Februar 2016 und 25.000 zwischen März und Oktober des vergangenen Jahres produzierte Superb in die Vertragswerkstätten.

Die Werkstätten müssen prüfen, ob die Stecker an der Zentralelektrik korrekt verrastet sind. „Es besteht die Möglichkeit, dass die Steckverbindung T2a am Relaisträger SC im Elektromodul in vereinzelten Fällen gelockert sein könnte“, erklärte ein Skoda-Sprecher auf Anfrage. Für die Überprüfung sind 20 Minuten vorgesehen. Anschließend erfolgt ein Eintrag ins Serviceheft und eine Markierung des Fahrzeugs an der gewohnten Stelle in der Reserveradmulde.

Die Codes für die Aktion lauten „97BP“ für den Passat und „97BN“ für den Superb. In Deutschland sind 6.000 Superb betroffen. Der VW-Sprecher machte zunächst keine Angaben zur hierzulande einbestellten Stückzahl.

Vom Rückruf der Passat-Modelle im Zuge der Software-Manipulationen gibt es weiterhin nichts Neues. Er hätte ursprünglich Angang März starten sollen, wurde dann aber verschoben. Der Grund sollen angeblich mögliche höhere Verbrauchswerte sein.Offiziell äußert sich der Autobauer dazu nicht.

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Freier Journalist