Peugeot: Streit um preisaggressives Elektroleasing

Händlerverband kritisiert Restwertkalkulation

| Autor: Jens Rehberg

Elektro-Variante des Peugeot 208
Elektro-Variante des Peugeot 208 (Bild: Hersteller)

Der Verband Deutscher Citroën-, DS- und Peugeot-Vertragspartner (VCDP) hat die jüngste Leasingkampagne des Importeurs für Elektrofahrzeuge kritisiert. In einem Schreiben, das »kfz-betrieb« vorliegt, warnt der Händlerverband vor der Zeichnung entsprechender Rückkaufverpflichtungen. Denn die im Vertriebsprogramm kalkulierten Restwerte seien nicht marktgerecht.

Seit Monatsbeginn wirbt der Importeur unter anderem mit einer 99-Euro-Leasingrate für die BEV-Variante des Peugeot 208 (Anzahlung nach Abzug der Förderung 2.600 Euro, Laufzeit 4 Jahre, 10.000 Kilometer pro Jahr). Den Mini-SUV E-2008 gibt es zu ähnlichen Konditionen ab 129 Euro im Monat. Die Angebote gelten für Privatkunden zunächst bis Ende September.

Der VCDP begrüßte in seiner Stellungnahme ausdrücklich das Bewerben günstiger Leasingraten, kritisiert allerdings scharf, dass die Händler unter den aktuellen Voraussetzungen das alleinige Restwertrisiko tragen. Denn es sei noch nicht absehbar, wie sich die Restwerte von Elektro-Fahrzeugen in den kommenden vier Jahren entwickeln.

Kalkulierte Restwerte nicht marktgerecht

Die aktuellen Leasingangebote für Peugeot-BEVs und Plug-in-Hybride sind offenbar mit einem Restwert von 41,4 bis 49,4 Prozent nach vier Jahren und 40.000 Kilometern kalkuliert. Dass dies nicht marktgerecht ist, belegt der Verband unter anderem damit, dass der Importeursvertrieb bereits 508-Hybrid-Modelle nach einem halben Jahr und 0 Kilometern Laufleistung zu einem Restwert von 56 Prozent angeboten habe.

Der Verband fordert nun von der PSA-Bank eine wesentliche Beteiligung oder die Übernahme des Restwertrisikos. Peugeot Deutschland hat offenbar bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert – auf Anfrage wollte sich der Importeur zu dem Vorgang jedoch nicht äußern.

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