Stellantis-Microcars
Wie die Janssen-van-Kouwen-Gruppe die kleinste Fahrzeugklasse groß rausbringt
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In Deutschland können nur wenige Autohäuser etwas mit Kleinstfahrzeugen anfangen. Ein Händler in Holland zeigt, was gehen kann, wenn gewisse Rahmenbedingungen passen.
Als die Amsterdamer Stadtverwaltung im Herbst letzten Jahres bekannt gab, keine weiteren Sonderparkregelungen mehr für emissionsfreie Microcars auszugeben, verpasste das den Neuzulassungen in der L6e-Klasse der in den Niederlanden liebevoll Brommobiels genannten elektrischen Leichtkraftfahrzeuge sofort einen Dämpfer. Zuvor konnten Microcar-Käufer in Hollands Hauptstadt, in der Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel rigoros Vorfahrt haben, einen verbilligten Anwohner-Parkausweis beantragen, der auch noch im gesamten Stadtgebiet gültig war, nicht nur im jeweiligen Wohnviertel. Zur Einordnung: In Amsterdam kostet ein regulärer Parkausweis für den ersten Pkw je nach Lage zwischen 300 und 600 Euro im Jahr. Für den Zweitwagen wird es nochmal deutlich teurer.
Bei 3.000 Sonderausweisen hatte die Stadt also zugemacht. Diese sind im Stadtbild unübersehbar. Waren es bis vor ein paar Jahren noch die „Cantas“ – ein als geschlossener Krankenfahrstuhl entwickeltes Microcar von Waaijenberg, die sich auffällig platzsparend in kleinste Parklücken drängelten, sind heute die drei Lifestyle-City-Cars von Opel, Fiat und Citroën die typischsten Vertreter der Fahrzeugklasse im Verkehrsbild der Grachten-Stadt. In den inneren Stadtbezirken steht gefühlt alle 50 Meter eine der Kleinkabinen am Straßenrand.
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