Geely-Strategie Schwieriges Unterfangen

Von Wolfgang Gomoll 5 min Lesedauer

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Geely will bis 2030 unter die fünf größten Automobilhersteller der Welt aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Markenvielfalt neu sortiert werden. Kein leichtes Vorhaben.

Geely-Forschungseinrichtung im chinesischen Hangzhou für Grundlagenforschung, Systemintegration und die Validierung von Bauteilen.(Bild:  Geely)
Geely-Forschungseinrichtung im chinesischen Hangzhou für Grundlagenforschung, Systemintegration und die Validierung von Bauteilen.
(Bild: Geely)

Ein automobiles Markenkonglomerat erfolgreich zu führen, war noch nie einfach. Die wirtschaftlich volatilen Zeiten machen es nicht leichter. Die Multimarkenkonzerne Volkswagen und Stellantis können ein Lied davon singen. Nun stellt sich auch Geely dieser Herausforderung. Schließlich gehören Marken wie Volvo, Polestar, Zeekr und Lynk & Co zum Portfolio des chinesischen Autobauers. Bisher ähnelte dessen Strategie zur Eroberung Europas einem archaischen Schlachtplan: Erst schickt man die Vorhut ins Getümmel, ehe die Hauptstreitmacht folgt.

Allerdings war der Erfolg nicht immer so durchschlagend, wie man sich das in Hangzhou gewünscht hatte. Volvo bleibt eine feste Größe, doch in Deutschland gingen die Zulassungen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,6 Prozent zurück. Bei Polestar zeigt die Kurve mit einem Plus von 26,8 Prozent zwar nach oben, doch ein Marktanteil von 0,2 Prozent dürfte nicht den Erwartungen von Geely entsprechen. Die Neuausrichtung der dynamischen Tochter mit einem noch stärkeren Fokus auf Sportlichkeit zeigt, dass man erkannt hat, dass substanzielles Wachstum nur durch eine klare Differenzierung von Volvo möglich ist.