Digitale Sichtbarkeit Vom Autohaus-Chef zum Personal-Branding-Profi

Von Julia Mauritz 4 min Lesedauer

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Als Geschäftsführer im traditionsreichen BMW-Autohaus Block am Ring hatte Luca Block fast eine Million Follower auf Social Media gewonnen. Nach dem Verkauf der Autohausgruppe an Weller startet er mit einer Beratungsagentur für digitale Sichtbarkeit neu durch.

Luca Block hatte sich entschieden, das Familienunternehmen Block am Ring nicht weiterzuführen und sich als Berater für digitale Sichtbarkeit selbstständig zu machen.(Bild:  Luca Block Consulting)
Luca Block hatte sich entschieden, das Familienunternehmen Block am Ring nicht weiterzuführen und sich als Berater für digitale Sichtbarkeit selbstständig zu machen.
(Bild: Luca Block Consulting)

Dass er einmal 880.000 Follower auf TikTok und über 93.000 Follower auf Instagram haben würde, hatte Luca Block nicht erwartet, als er 2019 mit 26 Jahren nach mehreren externen Stationen den Entschluss traf, ins Familienunternehmen zurückzukehren – der Braunschweiger Autohausgruppe Block am Ring. „Damals nahmen die Transformationsgeschwindigkeit, die Konsolidierung der Händlernetze und die Digitalisierung Fahrt auf, und ich wollte unser traditionsreiches Unternehmen, das weltweit älteste BMW-Autohaus, in die Zukunft begleiten“, erzählt Luca Block. Er übernahm die Marketingleitung, später die Vertriebsverantwortung für alle sieben Block-am-Ring-Standorte. „Mir wurden damals schnell drei Dinge klar: dass man sich als Autohaus spezialisieren muss, um sich zu differenzieren, dass man digital sichtbar sein muss und dass man in der Kommunikation gerade bei einem so emotionalen Produkt wie dem Auto die Menschen in den Mittelpunkt rücken muss statt des Unternehmens. Schließlich kaufen Menschen immer bei Menschen“, schildert Luca Block.

Luca Block wurde das Gesicht von Block am Ring

Der junge Geschäftsführer entwickelte Block am Ring nicht nur zum Spezialisten für Performance-Fahrzeuge und Elektromobilität, sondern arbeitete auch konsequent daran, die Gruppe digitaler, sichtbarer und emotionaler zu machen – vor allem über die Präsenz auf sozialen Plattformen. Luca Block wurde zum Gesicht der Autohausgruppe. Mit einem einfachen Smartphone in der Hand vermittelte er anfangs über Instagram seine Leidenschaft für sportliche Autos und Spoiler und baute sich so schnell eine treue Community auf. Später erweiterte er seine Contentbasis. Beispielsweise stellte er neue Geschäftsideen vor und fragte seine Follower, wie sie das finden. Und zwischendurch platzierte Luca Block auch immer wieder ein konkretes Fahrzeugangebot. Für die Aktivitäten auf Social Media nahm sich der Geschäftsführer dabei täglich rund eine Stunde Zeit.