Händlerzufriedenheit
Die wahre Prüfung kommt erst noch
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Der IFA-Markenmonitor misst erstmals auch die Zufriedenheit in den jungen chinesischen Partnernetzen. Die Nagelprobe im Aftersales und im Gebrauchtwagengeschäft steht den Newcomern aber noch bevor.
Im oberen Mittelfeld des diesjährigen Gesamtrankings des „Markenmonitors“ haben die vier chinesischen Marken BYD, MG, X-Peng und GWM debütiert. Alle vier reihten sich mit einer „3+“ zwischen ihren Wettbewerbern ein, wobei BYD das Feld der Newcomer knapp anführt. Dass die Marktforscher des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) nicht bessere Durchschnittsnoten für die Händlerzufriedenheit mit dem jungen Quartett ermitteln konnten, verwundert ein wenig – hört man aus den frisch rekrutierten Partnernetzen doch überwiegend Positives über das Onboarding und die Produkte der neuen Player. Und auch das anlaufende Geschäft wird meist als sehr aussichtsreich beurteilt. Dass es dennoch nur für mittelmäßige Gesamtschulnoten reichte, lag vor allem an den Baustellen innerhalb zweier Geschäftsfelder. Bei denen es allerdings naturgemäß nach dem Marktstart einer Marke etwas Zeit braucht, um höhere Umsätze zu erwirtschaften – »kfz-betrieb« hat sich das beim Gruppenbesten näher angesehen.
So schrammt BYD bei den Detailabfragen zum Thema „Gebrauchtwagen“ insgesamt knapp an einer „4“ vorbei. Womit das zu tun haben könnte, erklärt der Vorstandsvorsitzende des BYD-Händlerverbands, Andreas Knipp, so: Bereits vor einem Jahr habe BYD ein eigenes Gebrauchtwagenprogramm vorgestellt – tatsächlich umgesetzt habe der Importeur das allerdings noch nicht. In diesem Rahmen habe BYD Deutschland seinen Händlern auch ein umfangreiches Gebrauchtwagenangebot machen wollen. Auch dieses Versprechen hat der Importeur noch nicht eingelöst. Bislang biete BYD über B2B-Auktionen in der Mehrzahl schwer vermarktbare Fahrzeuge an. Da bisher kaum Leasing-Rückläufer für das Remarketing zur Verfügung stehen, bleiben also oft nur die Vorführfahrzeuge, um Gebrauchte zu generieren. Von jenen müssen die Vertriebspartner des chinesischen Fabrikats seit Jahresbeginn auch deutlich mehr vorhalten. Die Vorführer kommen nun allerdings in großer Zahl zeitgleich in die GW-Vermarktung, da BYD hierzulande mittlerweile eine große Anzahl Händler an sein Netz angeschlossen hat – was wiederum die Preise unter Druck setzt. „Mit diesen Fahrzeugen im Moment überhaupt noch etwas zu verdienen, ist nahezu aussichtslos“, sagt Andreas Knipp.
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