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Porsche-Abo: Händler starten mit neuem Angebot

| Autor: Martin Achter

Einen luxuriösen Sportwagen oder ein SUV nicht kaufen, sondern im Abonnement nutzen: Damit hatte Porsche schon in der Vergangenheit experimentiert. Jetzt startet der Hersteller mit der Handelsorganisation ein neues Angebot – und baut dabei auf Erfahrungen aus der Testphase.

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Einen jungen Gebrauchtwagen aus dem Modellportfolio auswählen und ihn nach dem Netflix-Prinzip nutzen: Porsche hat zusammen mit seiner Handelsorganisation ein neues Angebot für Fahrzeugabonnements gestartet.
Einen jungen Gebrauchtwagen aus dem Modellportfolio auswählen und ihn nach dem Netflix-Prinzip nutzen: Porsche hat zusammen mit seiner Handelsorganisation ein neues Angebot für Fahrzeugabonnements gestartet.
(Bild: Porsche)

Alle 88 Porsche-Zentren in Deutschland sind vom Start weg mit dabei: Porsche bietet Kunden an seinen Vertriebsstandorten ab sofort ein neues Fahrzeugabonnement an, wie der Hersteller am Montag in Stuttgart mitteilte. Interessenten können über das Angebot „Porsche Drive Abo“ Autos der Marke für die Mindestlaufzeit von einem halben Jahr oder länger zu einem monatlichen Paketpreis nutzen.

Die Abwicklung der Fahrzeugabonnements – vom Vertragsschluss über die Übergabe bis hin zu Serviceterminen und der Rückgabe – erfolgt direkt über die Porsche-Zentren. Kunden können dabei aus deren Angebot an jungen Gebrauchtwagen wählen, die die Handelsstandorte unter dem Siegel „Porsche Approved“ vermarkten.

Keine Startgebühr für Kunden

Der jeweilige monatliche Paketpreis richtet sich nach dem Fahrzeugmodell. Enthalten sind in der Pauschale bei einer maximalen monatlichen Fahrleistung von 1.250 Kilometern alle für Autoabos üblichen Kostenblöcke wie jene für Wartung, Verschleiß, saisonale Bereifung, Fahrzeuggarantie, Zulassung, Kfz-Steuer, Rundfunkgebühren, Teil- und Vollkaskoversicherung sowie Fahrzeuginspektionen. Eine Startgebühr berechnen die Porsche-Zentren den Kunden nicht.

Nach dem halben Jahr Mindestlaufzeit können Kunden das Abo beenden oder zu einem anderen Fahrzeug wechseln. Dabei gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Porsche will das Fahrzeugabonnement künftig auch online anbieten, sodass Kunden das Angebot auch über das Internet buchen können.

Eigenständiges Angebot

Das „Porsche Drive Abo“ ist der Nachfolger des Angebots „Porsche in Flow“, das der Hersteller ein Jahr lang zusammen mit dem Aboplattform-Anbieter Cluno umsetzte. Die Zusammenarbeit lief im Februar aus. Nach Angaben einer Sprecherin setzt Porsche mit seinem neuen eigenständigen Angebot jetzt auch Erkenntnisse aus dieser Phase um. So habe sich in der Pilotphase unter anderem gezeigt, wie wichtig es sei, den Handel eng miteinzubeziehen.

So erklärt auch Holger Peters, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Financial Services: „Während der Pilotphase sowie in eigenen Marktstudien haben wir viel über die Bedürfnisse unserer Kunden und die Umsetzbarkeit im Handel gelernt.“ Diese Erfahrungen mache sich Porsche jetzt zunutze. Porsche Financial Services ist für Kunden der Vertragspartner beim Abschluss eines Abonnements.

Mit dem Aboangebot reagiere der Hersteller auf entsprechende Anforderungen der Kunden, betont Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland: „Das Mobilitätsbedürfnis ändert sich je nach aktuellem Wohnort, dem Job oder auch den Plänen für den Sommer.“ Deswegen baue Porsche entsprechende Angebote gemeinsam mit seinen Partnerhändlern aus.

Porsche bietet unter der Marke „Porsche Drive“ verschiedene Mobilitätslösungen an. Mit „Porsche Drive Rental“ können Kunden Fahrzeuge stunden- oder tageweise mieten. Das „Porsche Drive Abo“ setzt dagegen bei Nutzungszeiträumen ab einem halben Jahr an.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«