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Probleme mit Zulassungsstellen: „Schaden durch Unfähigkeit“

| Autor: Wolfgang Michel

Nach wie vor haben Zulassungsstellen komplett geschlossen oder ihre Kapazitäten drastisch reduziert. Deutschlands Autohändler echauffieren sich über dieses Verhalten. Sie fordern vom Staat, die seit Jahren angekündigte digitale Kfz-Zulassung endlich umzusetzen.

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(Bild: Kroschke-Gruppe)

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie fahren mit dem ICE der Deutschen Bahn von Hamburg nach München. Plötzlich kommt der Zug an einem Bahnhof mitten in der Prärie außerplanmäßig zum Stehen. Als Sie sich nach dem DB-Personal umsehen, ist niemand mehr greifbar, den Sie nach dem Grund fragen könnten. Die ansonsten so netten Damen und Herren sind ohne Ansage gleichzeitig verschwunden. Und wenn man am Bahnsteig doch noch jemanden in Bahnuniform erwischt, dann weiß die- bzw. derjenige nicht darüber Bescheid, wie und wann und ob es überhaupt weitergeht.

So ähnlich fühlen sich derzeit viele Autohändler in Deutschland. Nicht weil sie an einem Bahnsteig allein gelassen herumstehen müssen, sondern weil sie bei den Zulassungsstellen niemanden erreichen. Somit können sie lange vor der Corona-Krise verkaufte Fahrzeuge nicht zulassen und ausliefern. Da hält der Staat über Nacht das ganze Land an, und montags war ein Großteil der Kfz-Zulassungsstellen geschlossen. Bereits am 18. März hatte »kfz-betrieb« darüber berichtet, dass sich im Zuge der Corona-Krise immer mehr Kfz-Zulassungsstellen abschotten.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

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