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Produktoffensive bei Kia: Elf E-Autos bis 2025

Autor: Andreas Wehner

Die Koreaner machen Tempo in der Elektromobilität: Mit neuen Modellen und einer eigenen Fahrzeugarchitektur für E-Autos strebt Kia eine führende Rolle bei den alternativen Antrieben an. Dafür investiert der Autobauer kräftig.

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(Bild: Kia)

Kia strebt weltweit eine führende Rolle bei den Elektrofahrzeugen an. Wie der Autobauer jüngst auf einem Investorentag ankündigte, sollen bis 2025 insgesamt elf batterieelektrische Modelle auf dem Markt sein. Damit will Kia auf dem weltweiten E-Fahrzeug-Markt (ohne China) einen Anteil von 6,6 Prozent erreichen.

Schon 2021 wollen die Koreaner ein eigens entwickeltes Elektromodell, einen Crossover, auf den Markt bringen. Es soll eine Reichweite von über 500 Kilometern haben. Weitere Modelle, darunter SUVs, sollen folgen. Letztere soll es – auch mit Verbrennern – weiter geben. Der Anteil von Stadtgeländewagen an Kias Gesamtabsatz wird nach Ansicht des Autobauers bis 2022 sogar von jetzt 50 Prozent auf 60 Prozent ansteigen.

Kias Strategie sieht vor, das Angebot in unterschiedlichen Märkten unter anderem von Umweltvorschriften, Subventionen und der Infrastruktur abhängig zu machen. In Korea, Nordamerika, Europa und anderen Märkten mit zunehmend strengerer Umweltgesetzgebung soll die Elektromobilität im Fokus stehen. Bis 2025 will Kia in diesen Schlüsselmärkten 20 Prozent des Absatzes mit E-Autos erreichen. Auf Schwellenmärkten dagegen wollen sich die Koreaner auf Verbrenner konzentrieren und E-Autos nur ausgewählt einführen.

Im Hintergrund ist derweil ein neues Entwicklungssystem für die Architektur von E-Autos sowie ein neuer Vertrieb für Elektrofahrzeuge geplant. Insgesamt investiert Kia in den kommenden fünf Jahren 29 Billionen Won (aktuell rund 22 Milliarden Euro) in neue Technologien.

Dazu gehört auch das autonome Fahren sowie verschiedene Mobilitätsdienstleistungen. Neben Endverbrauchern will Kia mittelfristig auch in den Markt für so genannte zweckgebundene Spezialfahrzeuge einsteigen. Dabei geht es einerseits um spezielle Modelle für Car- und Ridesharing, andererseits aber auch um teilautonom fahrende Logistik-Fahrzeuge und Robotaxis. Die Investitionen in Verbrennungsmotoren sollen dagegen zurückgefahren werden.

Bis 2026 will Kia 500.000 batterieelektrische Fahrzeuge und insgesamt eine Million alternativ angetriebene Modelle absetzen. Das sollen zu diesem Zeitpunkt etwa 25 Prozent des gesamten Kia-Absatzes sein.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«