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Prominente Unterstützung für Piëch Automotive: Start-up holt Ex-VW-Chef Müller an Bord

Autor: Christoph Seyerlein

Der Name Piëch Automotive ist an sich schon klangvoll. Nun verstärkt sich das Schweizer E-Mobilitäts-Start-up von Piëch-Spross Toni mit weiterer Prominenz. Mit Matthias Müller, Andreas Henke und Jochen Rudat steigen ehemalige Manager von Volkswagen, Porsche und Tesla ein.

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Matthias Müller übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz bei Piëch Automotive.
Matthias Müller übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz bei Piëch Automotive.
(Bild: Piëch Automotive)

Das Elektromobilitäts-Start-up Piëch Automotive will Ende 2022 seinen ersten Sportwagen auf die Straße bringen. Auf dem Weg dorthin kann das Schweizer Unternehmen nun auf die Expertise prominenter Personen aus dem Automotive-Umfeld zurückgreifen. Wie Piëch am Montag mitteilte, übernimmt der ehemalige Volkswagen- und Porsche-Chef Matthias Müller den Vorsitz des Aufsichtsrats.

Auch operativ ist bei den Zürichern viel in Bewegung: Klaus Schmidt, ehemaliger BMW-Ingenieur und seit vier Jahren Chief Technology Officer bei Piëch, ist ab sofort einer von zwei CEOs. Der zweite ist Andreas Henke, der zusätzlich das Marketing, die Finanzen und den Personalbereich verantwortet. Henke kommt von Porsche.

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Im Sales kann das Startup ebenfalls eine namhafte Verstärkung vermelden: Jochen Rudat, ehemaliger Europa-Chef von Tesla und inzwischen selbständiger E-Mobilitäts-Berater, wird für Piëch ein Vertriebskonzept entwickeln.

Matthias Müller erklärte in einer Mitteilung: „Die Mission der beiden Gründer hat mich spontan begeistert, weil sie konsequenter und visionärer ist, als alle neuen Ansätze, die mir während meiner Tätigkeit in der Automobilbranche begegnet sind.“ Gründer von Piëch Automotive sind Toni Piëch, der Sohn des ehemaligen Volkswagen-Patriarchen Ferdinand Piëch, und Rea Stark.

Erster Prototyp war in Genf zu sehen

Piëch Automotive hatte 2019 beim Genfer Automobilsalon seinen ersten Prototypen namens GT Mark Zero vorgestellt. Der Einstiegspreis soll Branchenkreisen zufolge bei etwa 200.000 Euro liegen. Die Reichweite soll bei 500 Kilometern liegen. Zudem kündigte das Unternehmen eine Batterie- und Ladetechnologie an, die es ermöglichen soll, den Akku in weniger als fünf Minuten zu 80 Prozent nachzuladen.

Für das Projekt benötigt die Firma nach eigenen Angaben insgesamt rund 500 Millionen Euro. In einer ersten Finanzierungsrunde beteiligte sich unter anderem der namhafte Investor Peter Thiel an den Schweizern. Wie viel Geld das Start-up bislang eingesammelt hat, ist nicht bekannt. In den kommenden Monaten soll nun die B-Runde folgen.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«