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PSA-Gruppe startet Abo-Modell

| Autor: Christoph Baeuchle

Das Abo-Geschäft ist in der Branche angekommen. Nun steigt der nächste Hersteller ein: In Frankreich testet die PSA-Gruppe den Vertriebskanal. Wohl ohne Händler.

Das PSA-Abo-Angebot läuft über das Tochterunternehmen Free-2-Move.
Das PSA-Abo-Angebot läuft über das Tochterunternehmen Free-2-Move.
(Bild: PSA)

Die PSA-Gruppe hat einen neuen Vertriebskanal eröffnet und ist mit einem eigenen Abo-Modell an den Start gegangenen: Unter „Car on Demand“ bietet das PSA-Tochterunternehmen Free-2-Move im französischen Heimatmarkt Fahrzeuge der drei Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles an.

Zur Zukunft des Abo-Modells will sich PSA Deutschland nicht äußern. Es würden in Köln keine Informationen darüber vorliegen, teilte eine PSA-Sprecherin auf Anfrage von »kfz-betrieb« mit. Auch die deutschen Händlerverbände hat der französische Hersteller nicht in seine Pläne eingebunden.

Beim französischen Abo-Modell ist eine Beteiligung der Händler nicht zu erkennen. Entsprechend könnte „Car on Demand“ der Einstieg des französischen Herstellers in den Direktvertrieb sein.

PSA will mit kurzen Reaktionszeiten punkten

Ansonsten ähnelt „Car on Demand“ weitgehend dem Abo-Angebot anderer Anbieter. Versicherung und Wartung sind im Preis enthalten, das gleiche gilt für die Reifen und den Pannendienst.

Dabei scheinen die Franzosen auf den Faktor Zeit zu setzen; sie wollen mit kurzen Reaktionszeiten punkten: Entschließt sich ein Kunde für das Abo-Modell, bringt Free-2-Move das Fahrzeug innerhalb von zwei Wochen zum Kunden und holt es am Vertragsende auch wieder ab.

Will der Kunde wieder aussteigen oder sein Fahrzeug wechseln, muss er sich mindestens einen Monat vorher melden. Lediglich ein Fahrzeugwechsel im Jahr ist möglich. Auch schränken die Franzosen ihr Angebot auf bestimmte Personenkreise ein: Fahranfänger sind nicht erwünscht; mindestens zwei Jahre muss der Kunde seinen Führerschein besitzen.

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