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PSA holt Opel nach Russland zurück

| Autor / Redakteur: jr/dpa / Jens Rehberg

Der PSA-Konzern vereint drei Volumenmarken, doch alle sind stark auf Europa konzentriert. Das will die Führung nun ändern und neue Märkte erobern. In Russland performen Peugeot und Citroën bislang eher schwach – daher soll Opel dort zu alter Stärke auflaufen.

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PSA-Chef Carlos Tavares will den Konzern globalisieren und dazu Opel zurück nach Russland bringen.
PSA-Chef Carlos Tavares will den Konzern globalisieren und dazu Opel zurück nach Russland bringen.
(Bild: Opel)

Unter PSA soll Opel wieder nach Russland zurückkehren, von wo man sich zu GM-Zeiten 2015 wegen einer Absatzkrise zurückgezogen hatte. PSA will außerhalb von Europa in den nächsten Jahren deutlich mehr Autos verkaufen, dazu werde Opel in Russland, Peugeot in Nordamerika und Citroën in Indien antreten, teilte der französische Konzern weiter mit. Der Markteintritt der Löwenmarke in Nordamerika sei bis 2026 geplant, sagte PSA-Konzernchef Carlos Tavares.

Opel will ausschließlich mit neuen Modellen auf den russischen Markt zurück. „Wir werden dort nur Fahrzeuge anbieten, die bereits auf PSA-Plattformen stehen“, sagte Vorstandschef Lohscheller. Ein russischer Pressebericht hatte zuvor bereits auf die Modelle Crossland, Grandland, Vivaro and Zafira Life hingedeutet, die künftig auch in dem von PSA und Mitsubishi gemeinsam betriebenen Werk in Kaluga gefertigt werden sollen.

Bislang verkaufen sich Peugeot- und Citroën-Modelle in Russland nur schleppend. Keine 10.000 Einheiten konnten die Franzosen auf dem russischen Markt im vergangenen Jahr absetzen. Das Werk in Kaluga soll zu lediglich 30 Prozent ausgelastet sein.

Opel hatte zuletzt 2014 immerhin noch 65.000 Fahrzeuge in Russland verkauft – die Bestseller waren allerdings Astra und Mokka gewesen, die PSA aufgrund vertraglicher Regelungen mit GM auf russischem Boden nicht mehr verkaufen darf. Zudem ist der russische Neuwagenmarkt insgesamt in den letzten Jahren weiter zurückgegangen. War 2012 noch ein Neuwagen-Volumen von rund 2,9 Millionen Einheiten in Russland verkauft worden, waren es 2018 nur noch 1,8 Millionen neue Pkw gewesen.

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