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PSA rutscht tiefer in die roten Verkaufszahlen

| Autor: Christoph Baeuchle

Die Absatzzahlen der PSA-Gruppe waren nach dem ersten Quartal schon schlecht, nach dem zweiten Quartal sind sie noch schlechter. Mit Ausnahme von DS Automobiles haben alle Marken zum Minus beigetragen, vor allem in China sieht es nicht gut aus.

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(Bild: PSA)

Der Abwärtstrend der PSA-Gruppe hat sich in den vergangen Monaten weiter verschärft. Im ersten Halbjahr verkaufte der französische Automobilhersteller mit seinen vier Marken Peugeot, Citroën, DS Automobiles und Opel gut 1,9 Millionen Fahrzeuge – 12,8 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Berücksichtigt man die rückläufige Absatzentwicklung im Iran nicht, betrug das Minus in den ersten sechs Monaten 6,6 Prozent. Damit liegen die Halbjahreszahlen deutlich unter dem ersten Quartal: Von Januar bis März verbuchte der PSA-Konzern ein Absatzminus von 6,1 Prozent.

Die PSA-Kernmarken verkleinerten ihr Minus im zweiten Quartal, bei DS Automobiles drehten die Absatzzahlen sogar ins Plus, allerdings auf sehr geringem Niveau: Mit 32.200 Fahrzeugen verkaufte die PSA-Premiummarke in den ersten sechs Monaten 1,8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Ganz anders Opel: War die Marke aus Rüsselsheim nach den ersten drei Monaten dieses Jahres noch mit 3,9 Prozent im Plus, ist sie nun nach einem halben Jahr mit -0,7 Prozent im Minus. Insgesamt verkaufte Opel 568.000 Einheiten.

Größtes Sorgenkind des Automobilherstellers ist weiter der chinesische Markt. Hier sind quasi alle PSA-Marken im freien Fall: Bei DS Automobiles lag der Rückgang nach den ersten beiden Quartalen 2019 lediglich bei -14,3 Prozent. Bei den drei anderen Marken halbierten sich die Verkäufe. Die PSA-Gruppe arbeite an Aktionsplänen mit ihren Partnern, um die aktuellen Herausforderungen anzugehen und die Gewinnschwelle der Joint Ventures zu senken, teilte der Konzern mit.

Dagegen steht Europa, wo die PSA-Gruppe nahezu 90 Prozent ihrer Fahrzeuge verkauft, noch gut da: Mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 1,68 Millionen Einheiten lag der Konzern knapp über dem Vorjahresabsatz. Lediglich Peugeot war mit -1,6 Prozent im Minus.

In Deutschland hatten laut Kraftfahrtbundesamt vor allem DS Automobiles (-33 Prozent auf 1.500 Pkws) und Opel (-0,9 Prozent auf 117.000 Pkws) im ersten Halbjahr Probleme, dagegen waren Citroën (+12,9 Prozent auf 33.000 Pkws) und Peugeot (+3,9 Prozent auf 38.000 Pkws) deutlich im Plus.

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