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Putzlacher bedient Kunden mit Herzblut und Leidenschaft

| Autor: Andreas Wehner

Maria und Svetlana Putzlacher wollen mit ihrem Autohaus vor allem begeistern. Das gelingt den Kia-Partnern aus Magstadt auch dank kompetenter Präsenz in Internet-Foren. Gekrönt wird das Konzept mit dem Vertriebs Award 2019 in der Kategorie Familienunternehmen.

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Im Autohaus Putzlacher in Magstadt geben die beiden Geschäftsführerinnen ihren Enthusiasmus an die Kunden weiter.
Im Autohaus Putzlacher in Magstadt geben die beiden Geschäftsführerinnen ihren Enthusiasmus an die Kunden weiter.
(Bild: Autohaus Putzlacher)

Das Unternehmensmotto „Wir verkaufen nicht, wir begeistern“ ist für Maria und Svetlana Putzlacher nicht nur ein markiger Spruch. Mit viel Herzblut bringen die beiden Geschäftsführerinnen des Kia-Autohauses Putzlacher ihren eigenen Enthusiasmus für die koreanische Marke den Kunden näher - und kommen gut an damit. Die Kundenzufriedenheit in der herstellereigenen Erhebung liegt regelmäßig bei um die 95 Prozent. Eine deutliche Sprache sprechen auch die Google-Bewertungen, die übrigens ausnahmslos beantwortet werden: 4,8 Sterne bei knapp 190 Rezensionen sind ein hervorragender Wert. „Und diese Bewertungen sind alle echt“, betont Svetlana Putzlacher. Zwar werden die Kunden animiert, eine Bewertung abzugeben, jedoch gibt es dafür nicht wie in vielen anderen Betrieben üblich einen Gutschein oder ein anderes Goodie.

Dass die Kunden gerne im Autohaus Putzlacher kaufen, zeigt sich an den Absatzzahlen: Knapp 240 Neuwagen und 130 Gebrauchte verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr. 2014 waren es noch 140 neue und 60 gebrauchte Fahrzeuge. Und so langsam stößt das Unternehmen in Sachen Wachstum an seine Grenzen. Denn das Unternehmen ist nach wie vor auf dem angestammten Grundstück aktiv, auf dem schon seit Jahren Kia-Fahrzeuge verkauft werden, und will dort auch bleiben. Doch dieses Grundstück platzt aus allen Nähten. Andererseits ist Wachstum um jeden Preis auch nicht das Ziel. Denn die Putzlachers sind ein Familienunternehmen und sehen keine Notwendigkeit, das zu ändern. „Wir wollen klein und fein bleiben, weil wir so unsere Stärken ausspielen können“, bringt es Maria Putzlacher auf den Punkt.

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Das macht das Geschäft an der einen oder anderen Stelle auch einfacher. Denn schon aus Kapazitätsgründen muss sich das Autohaus im Gebrauchtwagengeschäft auf das wesentliche konzentrieren: Ertrag versprechende Kia-Gebrauchtwagen. Und die stammen allesamt aus Inzahlungnahmen. Fremdmarken geben die Putzlachers prinzipiell an Wiederverkäufer ab. Zukäufe sind nicht nötig.

Doch nicht nur die Kunden stecken die beiden Geschäftsführerinnen mit ihrer Begeisterung an. Auch die Mitarbeiter fühlen sich im Autohaus Putzlacher wohl. „Wir haben keine Angestellten oder Mitarbeiter, wir haben nur Kollegen“, beschreibt Maria Putzlacher die Herangehensweise. „Auch wenn ich durchaus streng bin, wenn es um den Service geht. Dem Kunden gegenüber muss schon alles stimmen“, ergänzt Svetlana Putzlacher. „Fix it right the first time“, ist ihr Motto. Daher wird auch nicht geknausert, wenn es um Ausstattung oder Schulungen geht. Die Mitarbeiter sollen immer auf dem neusten Stand sein. Und dass Kompetenz sich auszahlt, macht die Chefin selbst vor: Als Kia-Service-Europameisterin gehört sie zu den Besten ihres Fachs weltweit. Spürbare Hierarchien gibt es im Autohaus Putzlacher nicht. Regelmäßig stehen zudem Betriebsausflüge auf dem Programm. Dabei ging es schon nach Hamburg, Paris oder London.

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Auch Kundenevents sind den Putzlachers wichtig. Und auch die stellen die beiden zusammen mit ihrer Mannschaft vor allem in Eigenleistung auf die Beine. Eine schon über 30-jährige Tradition hat beispielsweise das „Frühstück bei Putzlacher“, das einmal im Jahr stattfindet. Dabei können die Kunden nach Herzenslust schlemmen. Das Besondere: Das Unternehmen engagiert dafür keinen Catering-Service und keine Agentur, sondern macht von vorne bis hinten alles selbst. Alle Mitarbeiter packen dabei mit an. So schafft es das Autohaus, das Event, zu dem beim letzten Mal 600 Gäste kamen, für lediglich 2.500 Euro auf die Beine zu stellen. Daneben finden Ausfahrten mit den Kunden genauso statt wie Schrauberevents, bei denen das Autohaus die Werkstatt zur Verfügung stellt, in der die Kunden dann selbst beispielsweise Tuningbauteile montieren können. Die Mitarbeiter stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite.

Das Engagement der beiden Geschäftsführerinnen geht dabei noch eine Schritt weiter. So geht die Social-Media-Strategie des Unternehmens auf die Tatsache zurück, dass Svetlana Putzlacher selbst seit Jahren in verschiedenen Schrauber- und Kia-Foren im Internet aktiv ist. Inzwischen betreibt sie neben der unternehmenseigenen Seite auch Gruppen rund um die koreanische Marke auf Facebook. Eine davon ist „Kia-Händler helfen online“, die inzwischen 2.800 Mitglieder hat. Hier können Kia-Fahrer ihre Probleme schildern und sich Rat holen. Kia-Händler, -Mechatroniker und -Serviceberater, aber auch andere Kia-Fahrer geben Tipps und oftmals konkrete Lösungsvorschläge.

Umsatz durch Internet-Foren

In vielen anderen Gruppe und Foren tritt Putzlacher jedoch nicht primär als Händlerin auf, sondern als normale Userin. „Dadurch gelten wir als kompetent und ehrlich“, sagt die Geschäftsführerin. Das schlägt sich wiederum in den Verkäufen nieder. Zwischen 10 und 20 Prozent seien auf die Aktivitäten in den Facebook-Gruppen und Internet-Foren zurückzuführen, schätzt Putzlacher. „Und dabei geben wir auf Facebook keinen Cent aus.“

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«