„Qualicar“ soll Schadensteuerung erleichtern

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Schadensteuerung ist für viele Werkstätten eine Zwickmühle – vor allem weil das Thema oft von äußeren Faktoren getrieben wird. Das will der Verband der Partnerwerkstätten mit „Qualicar“ ändern.

Firmen zum Thema

Robert Paintinger, Geschäftsführer Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP, wirbt für das Markenzeichen „Qualicar“.
Robert Paintinger, Geschäftsführer Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP, wirbt für das Markenzeichen „Qualicar“.
(Foto: Wenz)

Der Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) führt das Prädikat „Qualicar“ für Mitgliedsbetriebe ein. Dabei handelt es sich um ein Markenzeichen, das Betriebe erhalten, die besonders effizient mit der Schadensteuerung umgehen. Ausgangspunkt für die Überlegungen zu Qualicar sei gewesen, dass das Thema für die Betriebe extrem wichtig geworden sei, erläuterte BVdP-Geschäftsführer Robert Paintinger. Dafür müsse man die Werkstätten richtig positionieren.

An der (Neu-)Aufstellung der Werkstätten im Markt arbeitet der BVdP bereits länger. So unterstützt er die Mitgliedsbetriebe seit rund zwei Jahren mit den Best-Practice-Zirkeln in der Optimierung ihrer Werkstattprozesse. Die Marke Qualicar sei nun der nächste konsequente Schritt, heißt es aus dem Verband.

Bildergalerie

Die Inhalte von Qualicar stellte Paintinger am Mittwoch in Offenbach vor Vertretern von Werkstätten, Schadensteuerern, Versicherungen und Branchendienstleistern vor. „Unser Ziel ist die flächendeckende Verbreitung unseres neuen Markenzeichens, an dem Schadensteuerer besonders effizient arbeitende Fachbetriebe erkennen können“, sagte er. Damit werde zugleich die Hoheit über die Kontrolle der Betriebe von den Schadensteuern abgezogen. „Es wurde Zeit, dass wir diese Kontrollen selbst unternehmen, und nicht von Dritten durchführen lassen“, so Paintinger. In den nächsten Wochen werde der BVdP weitere Informationsveranstaltung für interessierte Mitgliedsbetriebe anbieten.

Die mit der Marke Qualicar ausgezeichneten Karosserie- und Lackierbetriebe erfüllen nach Angaben des BVdP hohe Anforderungen an effiziente Prozesse. Sie wählen die am besten geeigneten und fachgerechten Reparaturwege, legen eine nachvollziehbare elektronische Schadenkalkulation vor und verfügen über eine lückenlose Dokumentation – die neue Marke soll laut BVdP neue Vergleichsmaßstäbe setzen. Für die Betriebe bedeute Qualicar aber keine neuen Vorgaben, die sie erfüllen müssen. „Wir nehmen die Standards, die ohnehin da sind, und geben den Betrieben die Möglichkeit für sich selbst zu sehen, ob sie diese Standards wirklich erfüllen“, stellte Paintinger klar.

„Nur Mitgliedsbetriebe können Qualicar-Betrieb werden“, hebt Netzwerkmanager Karsten Stöcker hervor. „Wir beginnen Mitte des Jahres damit, die ersten Unternehmen zu qualifizieren.“ Endgültig soll das Konzept mit etwa 200 Betrieben Anfang des Jahres 2015 starten, so die Planung des Bundesverbandes.

(ID:42553325)