Ramsperger erweitert Markenangebot um Seat

Autor: Andreas Grimm

Der schwäbische Mehrmarkenhändler startet im September mit der spanischen Marke Seat. Dazu übernimmt die Gruppe einen alteingesessenen Seat-Händler, der altersbedingt eine Nachfolgeregelung suchte.

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Der Seat-Familienbetrieb Pieper aus Nürtingen-Oberboihingen geht zum 1. September in der Ramsperger-Gruppe auf.
Der Seat-Familienbetrieb Pieper aus Nürtingen-Oberboihingen geht zum 1. September in der Ramsperger-Gruppe auf.
(Bild: Ramsperger)

Die Autohausgruppe Ramsperger erweitert ihr Portfolio um die Marke Seat. Wie das Unternehmen bekannt gab, übernimmt der langjährige Vertriebspartner des Volkswagenkonzerns dazu das Seat-Autohaus Pieper in Nürtingen-Oberboihingen. Dessen Firmenchef Jean-Ulrich Pieper, der den Familienbetrieb seit 1992 als Seat-Partner führt, übergibt die Geschäfte zum 1. September.

Ausschlaggebend für den Betriebsübergang war die offene Nachfolgefrage bei Pieper, da die Kinder des Firmenchefs berufliche Laufbahnen außerhalb des Automobilhandels eingeschlagen haben. Gleichzeitig hatte Ramsperger bereits länger Interesse an einer Erweiterung um die Perspektivmarke Seat, jedoch war in der Region kein Marktgebiet unbesetzt. „Mit dem Autohaus Pieper war die Marke seit vielen Jahren gut in der Region vertreten“, bestätigt der geschäftsführende Gesellschafter von Ramsperger Automobile, Frank Eberhart.

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Er sieht in Seat einerseits eine gute Ergänzung im Bereich der jungen Privatkundschaft. Daneben erweitern die Spanier auch das Modellportfolio im Firmen- und Flottenbereich, dem das Kirchheimer Unternehmen durch ein eigenes Großkunden-Leistungszentrum vermehrt Aufmerksamkeit schenkt. Auch regional passt der Seat-Betrieb ins Standortnetz der Gruppe, die bisher ebenfalls in Nürtingen sowie im benachbarten Kirchheim unter Teck mit den Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda handelt.

Als Jean-Ulrich Pieper aus Altersgründen über den Betriebsverkauf nachdachte, kamen beide Seiten schnell zusammen. „Mit Ramsperger Automobile haben wir unseren Wunschpartner gefunden“, wird der Seat-Händler in einer Mitteilung zitiert. Mit dem Betriebsübergang bleibt die Beschäftigung der 20 Mitarbeiter gesichert. Auch Seat Deutschland gab nach der üblichen Betriebsprüfung zügig die Zustimmung zum neuen Vertriebspartner.

System-Schulung für neue Mitarbeiter

Über die weiteren Wachstums- und Absatzpläne mit der Marke Seat machte die Ramsperger-Geschäftsführung noch keine Angaben. „Zunächst wollen wir den neuen Standort ordentlich integrieren“, hieß es auf Anfrage. Bereits jetzt werden die Mitarbeiter von Seat-Pieper auf das bei Ramsperger im Einsatz befindliche Dealer-Management-System „Cross“ geschult. Dass mittelfristig in die Seat-CI investiert werden muss, stehe allerdings außer Frage.

Die Ramsperger Automobile GmbH & Co KG ist seit 1908 Jahren in Kirchheim ansässig. Die Ursprünge liegen im Handel und der Reparatur von Fahrrädern und Nähmaschinen. Heute beschäftigt die Gruppe knapp 270 Mitarbeiter an neun Standorten. Mit gut 3.700 Verkäufen von Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr 2015 gehört das Unternehmen zu den größten Automobilhändlern Deutschlands.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«