Ranking der besten Carsharing-Städte in Deutschland

Bundesverband Carsharing veröffentlicht Untersuchung

| Autor: Christoph Seyerlein

Flotte des BMW-Carsharing-Angebots Drivenow.
Flotte des BMW-Carsharing-Angebots Drivenow. (Bild: BMW)

Baden-Württemberg ist Deutschlands Carsharing-Hochburg. Das legt zumindest das am Mittwoch veröffentlichte Carsharing-Städteranking 2017 des Bundesverband Carsharing (BCS) nahe. Gleich sechs der besten 15 Städte liegen demnach im südwestlichen Bundesland. Mit Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg stellt Baden-Württemberg zudem die Top Drei. Das Ranking des BCS ergibt sich anhand der Anzahl an Carsharing-Autos, die in einer Stadt pro Einwohner verfügbar sind. Betrachtet haben die Statistiker nur Orte mit mindestens 50.000 Einwohnern.

Dem Verband zufolge ist Karlsruhe bei Weitem am besten aufgestellt, in der badischen Stadt kommen der Auflistung zufolge 2,71 Carsharing-Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner. Stuttgart (1,47 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner) und Freiburg (1,41) folgen mit deutlichem Abstand. Für Karlsruhe ist der Spitzenplatz nichts Neues, dem Verband zufolge hatte die badische Stadt schon in den vergangenen Jahren souverän den Spitzenplatz erobert.

Beste Millionenstadt in Deutschland in Sachen Auto-Teilen ist laut BCS Köln. Dort stehen pro 1.000 Einwohner 1,27 Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung. Im Gesamtranking reicht das für Platz vier. München (1,26) landet auf Rang sechs, Hamburg ist mit einem Wert von 0,94 Zehnter. Mit Berlin ist auch die vierte Millionenstadt im Bunde unter den besten 15 platziert, die Hauptstadt erreichte mit 0,84 Autos pro 1.000 Einwohner den 12. Rang.

Die Dominanz mittelgroßer Städte auf den vorderen Plätzen sieht BCS-Geschäftsführer Willi Loose als Beweis für die „Leistungsfähigkeit des mittelständischen Carsharing in Deutschland“. Die im Vergleich zu den Metropolen häufig besseren Ergebnisse lägen „an den mittelständischen Firmen, die dort seit Jahren wirtschaftlich tragfähige Carsharing-Angebote aufgebaut haben.“

Allgemein ist Carsharing in Deutschland aus Looses Sicht seit 2015 „in vielen Städten“ vorangekommen. Zugleich rief er die Kommunen auf, „die Einrichtung von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum“ stärker zu fördern. Dabei verwies er auf das seit September 2017 gültige Carsharing-Gesetz, das es Städten ermöglicht, auf Straßen in ihrer Zuständigkeit Stellplätze für entsprechende Angebote einzurichten. „Die rechtlichen Instrumente sind da. Die Städte können ihre Carsharing-Angebote sichtbarer machen“, so der BCS-Geschäftsführer.

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