Renault Alpine: Außen schnittig, innen modern

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Bis die ersten Alpine-Modelle auf die Straße kommen, wird noch ein gutes halbes Jahr vergehen. Seit Genf sind aber die wesentlichen Eckdaten des sportlichen Zweitürers klar.

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Renault hat den Alpine in Genf der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem Start auf der Straße dauert es aber noch.
Renault hat den Alpine in Genf der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem Start auf der Straße dauert es aber noch.
(Bild: SP-X)

Der Neustart der Renault-Submarke Alpine bleibt spannend, denn bis zur Auslieferung des aktuellen Modells A110 wird noch immer einige Zeit vergehen – die Rede ist von Anfang 2018. Etwas schneller geht es für die Käufer der „Premiere Edition“, die Ende des Jahres ihre 1.955 Exemplare übernehmen können. Diese per App buchbare Sonderauflage war allerdings in Deutschland binnen weniger Stunden ausverkauft. Wer den Sportler nun haben möchte, muss einen speziellen Alpine Store aufsuchen, von denen in Europa 60 Stück entstehen sollen.

Immerhin konnte sich auf dem Genfer Salon inzwischen ein breites Publikum mit dem Anblick des sportlichen Franzosen vertraut machen, der sich um Porsche-, Audi-TT- oder Alfa-4C-Fahrer bewirbt. Historisch knüpft Renault an die Alpine-Tradition an und lässt gut 20 Jahre nach dem Ende der Fertigung im nordfranzösischen Dieppe wieder fertigen. Dort hatte Rennfahrer Jean Rédélé die Marke Alpine Mitte der fünfziger Jahre gegründet.

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Der in Genf gezeigte Alpine A110 hatte unter der Haube einen von Grund auf neu entwickelten Vierzylinder, der aus 1,8 Litern Hubraum 185 kW/252 PS holt – damit sollte Fahrspaß möglich sein, denn der schnittige Zweitürer wiegt lediglich 1,1 Tonnen. Außerdem ist der Franzose als Mittelmotor-Sportler ausgelegt, was jede Menge Querbeschleunigung verspricht. Die Kraftübertragung erfolgt über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe.

Ganz im Gegensatz zu den Fahrleistungen wollten die Ingenieure die Verbrauchswerte klein halten – so versprechen sie einen gemittelten NEFZ-Verbrauch von 6,2 Litern je 100 Kilometer. Zur Erinnerung: Den Standard-Sprint auf Landstraßentempo beziffert das Werk mit 4,5 Sekunden, während das Höchsttempo bei 250 km/h (abgeregelt) liegt.

Weitere Leckerbissen der geklebten und genieteten Vollalu-Karosse sind leistungsstarke Brembo-Bremsen, verschiedene Fahrmodi, mit denen sich auch der Auspuffsound modellieren lässt, sowie 18-Zoll-Schmiederäder aus dem Hause Fuchs. Der Innenraum, natürlich mit Fertigungsplakette und Trikolore versehen, wirkt puristisch und hochmodern. Leichte Schalensitze machen bereits auf dem Stand Appetit auf eine Ausfahrt, und die Tasten für das Getriebe sitzen (eingebettet in Karbon) auf der Mittelkonsole.

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Infotainment ist heutzutage auch bei einem Leichtbau-Sportler Pflichtprogramm – demnach entdeckt der Betrachter beim ersten Inspizieren des Hecktrieblers einen großen Monitor in der Mitte sowie ein Kombiinstrument, das offensichtlich aus einer einzigen TFT-Fläche besteht.

Mit Auskünften zum Preis hält sich Renault immer noch bedeckt. Der Startpreis für die „Première Edition“ lag bei 58.500 Euro. Für das Basismodell der Normalversion wird ein Startpreis zwischen 55.000 bis 60.000 Euro gehandelt.

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