Drei Jahre nach der Markteinführung überarbeitet Renault das Kompakt-SUV Austral. Die Renovierung bringt mehr als nur optische Retuschen.
Drei Jahre nach der Markteinführung überarbeitet Renault das Kompakt-SUV Austral.
(Bild: Renault)
Der Renault Austral steht auf der CMF-CD Plattform des französischen Konzerns, die auch dem Espace, dem Symbioz und dem Rafale als Unterlage dient. Nebenbei basiert das Nissan-Schwestermodell Qashqai ebenfalls darauf. Da sich daran mit dem jetzt vorgestellten Facelift nichts ändert, bleibt es auch bei den Außenmaßen des Austral. Sie entsprechen in etwa denen des VW Tiguan. Bei den Händlern steht der neue Austral zu Preisen zwischen 34.700 und 44.150 Euro – Renault hat sich einen Modernisierungsaufschlag verkniffen und bietet nun mehr Austral fürs gleiche Geld.
Die Abmessungen haben sich nicht verändert, wohl aber sein Gesicht. Es darf als Akt der Familienzusammenführung gewertet werden, dass Kühlergrill und Frontscheinwerfer nun aussehen wie bei den großen Brüdern Espace und Rafale. Das Tagfahrlicht wurde in den Stoßfänger integriert, es gibt Matrix-LED-Scheinwerfer und eingravierte kleine Diamanten, wie das Renault-Marketing das Firmenlogo beschreibt.
Die Seitenlinie des Austral steigt leicht an und verleiht dem Wagen mehr Dynamik. Dazu kamen einige facelift-typische Sicken und Falzen, die den Wagen etwas aggressiver aussehen lassen als zuvor. Die neuen Rückleuchten sitzen auf einer Heckklappe, die sich nun elektrisch betätigen lässt. Renault bietet den Austral in den drei Ausstattungslinien Evolution, Techno und Esprit Alpine an, die schönen neuen Farben wie das Tiefseeblau oder das dunkel abgesetzte Dach sind den beiden teureren Versionen vorbehalten.
Nur Benziner mit Elektro-Unterstützung
Im Innenraum fallen die beiden rund 12 Zoll großen Bildschirme ins Auge– einer als klassische Instrumentierung hinter dem Lenkrad, der andere hochformatig für die Entertainment- und sonstigen Passagieraufgaben in der Mitte des Cockpits. Renault hat dem Austral eine Unzahl an Features spendiert, die beim Publikum auf Wohlwollen stoßen werden, besonders bemerkenswert ist die Fahrererkennung mittels Kamera in der A-Säule, die persönliche Parameter wie Sitzposition, Wohlfühltemperatur oder Musikauswahl automatisch einstellt. Das Entertainment- und Navigationssystem entspricht dem neuesten Stand der Softwaretechnik und lässt dementsprechend kaum Wünsche offen. Dies gilt auch für das Gestühl im Austral mit verschieb- und teilbarer Rückbank, was ein Kofferraumvolumen von 527 bis 1.761 Litern erlaubt.
Dieses Volumen hängt auch von der Antriebsart ab. Hier fährt Renault eine sparsame Linie: Es gibt zwei Benzinmotoren mit elektrischer Unterstützung– das wars. Kein Diesel, kein vollelektrischer Antrieb, kein Plug-in-Hybrid, kein Allradantrieb. Der schwächere der beiden Benziner, ein 1,3 Liter-Vierzylinder, leistet 116 kW/158 PS bei 5260 bis 5.600 U/min und hat als Mild Hybrid eine elektrische Schiebehilfe. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, die Beschleunigung auf 100 km/h vollzieht sich in 9,7 Sekunden. Der Verbrauch wird nach WLTP mit 6,5 L/100 km angegeben, der CO2-Ausstoß mit 148 g/km. Angeflanscht ist ein CVT-Getriebe, das komfortabel und leise arbeitet.
Hinterradlenkung macht den Unterschied
Die starke Motorisierung, die laut Renault auch bei der Kundschaft am stärksten nachgefragt wird, ist ein Vollhybrid mit 1,2-Liter-Dreizylinder (96 kW/131 PS) plus E-Motor auf 400-Volt-Basis (51 kW/69 PS), was eine Systemleistung von 147 kW/200 PS ergibt. Ihr Verbrauch liegt bei 4,8 l/100 km, der CO2-Ausstoß bei 109 g/km; der Vollhybrid beschleunigt in 8,4 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt ebenfalls bei 180 km/h. Zu den Rädern gelangt die Kraft über ein ausgefuchstes Mehrstufen-Automatikgetriebe, das das Zusammenspiel der beiden Antriebe koordiniert.
Für Fahrversuche stand nur der Vollhybrid in der Topversion Esprit Alpine zur Verfügung, der mit der 1,6 Tonnen schweren Fuhre spielend umgeht. Den Renault-Ingenieuren ist es gelungen, den Innenraum ruhig zu halten. Dazu tragen nicht nur die gute Dämmung des Dreizylinders bei, sondern auch diverse Tricks und Kniffe bei der Aerodynamik und eine neue Frontscheibe.
Der Testverbrauch bei einer sportlich gefahrenen Berg-und-Tal-Runde lag bei 6,4 l/100 km, was völlig in Ordnung ist. Das Fahrwerk wurde für die zweite Auflage des Austral neu abgestimmt und gibt keinen Anlass zu mäkeln. Spektakulär bleibt die Allradlenkung, die den Austral in schnellen Kurven zum behänden Sport- und im Stadtverkehr zum leicht manövrierbaren Kleinwagen macht. Der neue Austral soll Renaults Antwort auf den deutschen Markführer VW Tiguan sein und er hat durchaus das Zeug dazu. Auch wenn die Differenz der Absatzzahlen im vergangenen Jahr (Tiguan: 67.100; Austral: 8.144) einen langen und steinigen Weg verheißt.
Stand: 08.12.2025
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