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Renault-Gruppe übertrifft 2018 Marktentwicklung

Autor: Christoph Baeuchle

Trotz weniger Neuheiten hat sich die Renault-Gruppe im vergangenen Jahr besser entwickelt als der Markt. 2019 bringen die Franzosen gleich drei Modelle überarbeitet oder neu heraus. Doch die Händlerziele bleiben gleich.

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(Bild: Renault)

Die Renault-Gruppe blickt in Deutschland auf ein erfolgreiches Jahr zurück und ist auch für 2019 zuversichtlich. Ohne die Einführung neuer Modelle konnte sie stärker zulegen als der Markt und erreichte im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 6,22 Prozent. Insgesamt stieg der Absatz um 3,2 Prozent auf 231.500 Pkws und leichte Nutzfahrzeuge.

„Im Jahr 2019 werden uns neue Modelle weiter Rückenwind geben, wir wollen unsere gute Entwicklung fortsetzen“, sagte Uwe Hochgeschurtz bei der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. Der Vorstandsvorsitzende von Renault Deutschland blieb beim Ausblick auf das laufende Jahr, wie bei vielen anderen Themen, eher vage. Aus Händlerkreisen war zu erfahren, dass Renault die Händlerziele für die Kernmarke nicht erhöht hat, obwohl der französische Hersteller drei Volumenmodelle neu oder überarbeitet in den nächsten Monaten auf den Markt bringt.

Den Anfang macht der Renault Kadjar zum Jahresauftakt. Wichtigste Modellneuheit 2019 ist der komplett neue Clio der fünften Generation. Zudem startet der Twingo in der zweiten Jahreshälfte in einer überarbeiteten Version.

Die drei Modelle gehörten auch im vergangenen Jahr zu den Topsellern der Gruppe. Am besten kam allerdings der Captur (23.800 Neuzulassungen) an, vor Clio (23.600), Twingo (20.400), Mégane (16.500) und Kadjar (14.000). Unterm Strich zählte die Kernmarke ein Minus von 3,4 Prozent auf knapp 131.000 Pkws.

Besser entwickelte sich Dacia: Die Billigmarke legte um 14,5 Prozent auf knapp 72.000 Pkws zu. Dazu haben vor allem Sandero (25.100 Neuzulassungen), Duster (22.700) und Dokker (13.500) beigetragen.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen erzielte Renault im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis. Mit einem Zuwachs von 9,2 Prozent auf 25.900 Fahrzeuge verbuchte der Importeur einen Marktanteil von 9 Prozent. Master (10.100 Neuzulassungen), Trafic (8.800) und Kangoo Rapid (5.500) konnten alle drei zulegen.

Von der guten Entwicklung im vergangenen Jahr profitierten auch die Händler. Im Schnitt erzielten sie eine Händlerrendite von rund 1,8 Prozent.

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