Nutzfahrzeug-Oldtimer Rentner-Kapitäne der Landstraße

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Die „Deutschlandfahrt 2026“ startete in diesem Jahr bei Mercedes-Benz Trucks in Wörth, schließlich feiert man hier gerade 130 Jahre Lkw. Dieses Mal führte die Tour 1.086 km durch Deutschland, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

1987 rief der Spediteur Robert Fehrenkötter die „Deuitschlandfahrt“ ins Leben. Sinn und Zweck der Übung war das Erinnern und Bewahren rollenden Kulturguts im Nutzfahrzeugbereich. (Bild:  Daimler Truck AG)
1987 rief der Spediteur Robert Fehrenkötter die „Deuitschlandfahrt“ ins Leben. Sinn und Zweck der Übung war das Erinnern und Bewahren rollenden Kulturguts im Nutzfahrzeugbereich.
(Bild: Daimler Truck AG)

Seit Jahrzehnten gehört zu den bedeutendsten Veranstaltungen für historische Nutzfahrzeuge in Europa: die Deutschlandfahrt. 1987 rief sie der Spediteur Robert Fehrenkötter ins Leben. Sinn und Zweck der Übung war das Erinnern und Bewahren rollenden Kulturguts im Nutzfahrzeugbereich. Mittlerweile hat der Sohn, Joachim Fehrenkötter, die Organisation von seinem Vater übernommen. Zusammen mit dem ETM Verlag organisiert er seit 2024 alle zwei Jahre eine Ausfahrt und bringt so Fahrzeugbesitzer, Sammler, Unternehmen und Nutzfahrzeugfans zusammen.

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Charakteristisch für die Veranstaltung ist die Vielfalt der teilnehmenden Fahrzeuge: Historische Lastwagen und Busse unterschiedlichster Hersteller und Epochen gehen gemeinsam auf Tour und machen die Entwicklung des Nutzfahrzeugs über mehr als ein Jahrhundert hinweg erlebbar. Dabei geht die Tour, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwangsläufig „nur“ durch Deutschland. Immer machen die historischen Nutzfahrzeuge auch einen Streifzug durch das an Deutschland grenzende Ausland und 2018 führte die Route sogar in Schweden. So geht es in diesem Jahr 1.086 km durch Deutschland, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Abschluss in Weeze (Nordrhein-Westfalen)

Als Startpunkt fungierte 2026, in Anlehnung an das Jubiläum der Marke bzw. ihrer Vorgänger, das Mercedes-Benz-Trucks-Werk in Wörth. Denn vor 130 Jahren entwickelte Gottlieb Daimler den ersten Lastwagen der Welt und legte damit den Grundstein für den modernen Straßengüterverkehr. Die Deutschlandfahrt. bot bei ihrem Start für den Hersteller den passenden Rahmen, dieses Jubiläum gemeinsam mit Kunden, Partnern und Nutzfahrzeugbegeisterten zu feiern und die Geschichte des Lkw dort sichtbar zu machen, wo sie entstanden ist: auf der Straße. „Die Deutschlandfahrt bringt diese Geschichte auf einzigartige Weise zum Leben. Mit unserer Marke Mercedes-Benz Trucks sind wir seit Beginn dieser Entwicklung ein prägender Teil der Nutzfahrzeuggeschichte und gestalten ihre Zukunft bis heute aktiv mit. Wenn historische Nutzfahrzeuge verschiedenster Marken gemeinsam unterwegs sind, entsteht ein eindrucksvolles Bild der technischen Entwicklung und der Bedeutung des Straßengüterverkehrs für Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Jean-Marc Diss, Head of Sales & Marketing Mercedes-Benz Trucks Europe bei einer Auftaktveranstaltung in Wörth am 27. August.

Mercedes-Benz Trucks beteiligt sich mit ausgewählten Fahrzeugen aus der eigenen Historie an der Tour. Dazu gehört unter anderem der original erhaltene Daimler-Motor-Lastwagen von 1899, eines der ältesten Fahrzeuge der hauseigenen Sammlung und ein interessantes Zeugnis der Anfänge des motorisierten Gütertransports. Nach dem Tourstart in Wörth am 28. August führte die erste Etappe über rund 300 Kilometer nach Lentzweiler in Luxemburg. Von dort verlief die Route weiter über Hulst, Wognum, Druten und Eindhoven, bevor die Deutschlandfahrt am 5. September ihren Abschluss in Weeze (Nordrhein-Westfalen) finden wird. Mit ihrer Mischung aus fahrender Technikgeschichte, internationalen Teilnehmern und Begegnungen entlang der Strecke steht die Deutschlandfahrt wie kaum eine andere Veranstaltung für die Faszination historischer Nutzfahrzeuge.

Classic Business Day | 18. November 2026

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Das Expertenmeeting zum Handel mit historischen Fahrzeugen bietet Profis wie auch Einsteigern umfassende Experteneinblicke. Im Fokus stehen diesmal drei große Themen, zu denen es Vorträge sowie eine Diskussionsrunde geben wird: Additive Fertigung (3D-Druck), Smart Repair sowie Reifen & Räder. Veranstaltungsort ist 2026 das Autohaus Hagenlocher in Böblingen.

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