Restwertriesen 2022: Diesel verliert weiter an Bedeutung

Audi Q2 mit größtem prozentualen Werterhalt

| Autor: Yvonne Simon

Verliert bis 2022 voraussichtlich am wenigsten an Wert: der Audi Q2.
Verliert bis 2022 voraussichtlich am wenigsten an Wert: der Audi Q2. (Bild: Audi)

Wer heute einen Audi Q2 kauft, kann sich in vier Jahren über einen Werterhalt von 60 Prozent seines Wagens freuen. Das kleine SUV ist laut der halbjährigen Restwert-Prognose von „Focus Online“ und „Bähr & Fess Forecast“ das derzeit wertstabilste Auto auf dem deutschen Markt. Damit löst der Q2 den Mini Countryman ab, der bei der letzten Auflage der Studie im Mai noch den Sieg einfuhr.

Blickt man auf die einzelnen Segmente, zeigt sich ein weiterer Bedeutungsverlust des Diesels. Der Selbstzünder konnte sich beim prozentualen Werterhalt in keiner Kategorie mehr durchsetzen, selbst bei den großen SUVs liegt mit einem relativen Werterhalt von 53,5 Prozent der Porsche Cayenne vorne, den die Zuffenhausener als Neuwagen nicht mehr mit Diesel-Antrieb anbieten. Immerhin teilen sich mit dem Toyota Landcruiser 2.8 D und dem BMW X5 3.0 Xdrive 30D zwei Selbstzünder im SUV-Segment den zweiten Rang (je 51,5 % Werterhalt). Auch bei den mittelgroßen SUV (Range Rover Evoque 2.0; 58%), in der oberen Mittelklasse (Audi A7 2.0 TDI; 50%) und in der Oberklasse (Mercedes S 350 D; 44,5 %) findet sich jeweils ein Diesel auf dem Treppchen.

„In den teuren Segmenten wird man willens und finanziell in der Lage sein, hohe Aufpreise für sehr saubere und fahrdynamische 6d-temp-Diesel und künftige Abgasnormen zu bezahlen“, prognostiziert Dieter Fess von Bähr & Fess laut Focus Online. Insgesamt gehe die Tendenz aber ganz klar in Richtung Benziner und Plug-in Hybrid. Mit dem Porsche Panamera 4-E-Hybrid (50,5 %) konnte sich wie bei den letzten Auswertungen in der Oberklasse bereits ein Teilzeit-Stromer den ersten Platz sichern. Alle 13 Segment-Sieger zeigt die oben stehende Bildergalerie.

Zur Bestimmung der Restwertriesen beachten die Studienautoren mehrere Faktoren, darunter die Fahrzeugklasse, das Image des Herstellers, den Zustand des Fahrzeugs im Vergleich zu dessen Alter sowie die Marktgängigkeit. Daneben spielen Marktentwicklungen eine Rolle, etwa die aktuelle Diesel-Problematik. Als Datenbasis dienen außerdem Gebrauchtwagenwerte, das Preisniveau in Gebrauchtwagenbörsen und die Auswertung zahlreicher Portfolio-Analysen, zudem werden makroökonomische Parameter berücksichtigt. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, bleiben allerdings Sonderausstattungen bei der Prognose außen vor.

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