Kfz-Innung Rhein-Kreis Neuss Robert Jeromin ist neuer Obermeister

Autor / Redakteur: Doris Pfaff / Doris Pfaff

Die Kfz-Innung Rhein-Kreis Neuss hat einen neuen Obermeister: Robert Jeromin, bislang stellvertretender Obermeister, führt nun die Geschicke der rund 180 Mitglieder der Innung. Der 52-Jährige hat das Amt von seinem langjährigen Vorgänger Johannes Brester übernommen, der sich aus Altersgründen zurückzog.

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Robert Jeromin ist Obermeister der Kfz-Innung Rhein-Kreis Neuss und möchte verstärkt die Ausbildung in den Fokus nehmen.
Robert Jeromin ist Obermeister der Kfz-Innung Rhein-Kreis Neuss und möchte verstärkt die Ausbildung in den Fokus nehmen.
(Bild: Kfz-Innung Rhein-Kreis Neuss)

Robert Jeromin führt einen freien Service-Betrieb in Kleinenbroich, ist außerdem zertifizierter Sachverständiger und arbeitet seit vielen Jahren als freier Dozent für die Dekra, wo er Klima- und Airbag-Lehrgänge leitet. Ehrenamtlich engagiert sich Jeromin zudem seit 2009 im Gesellenprüfungsausschuss der Innung, die mit über 180 Mitgliedern eine der größten am Niederrhein ist.

Vor vier Jahren wurde er stellvertretender Obermeister der Kraftfahrzeug-Innung Rhein-Kreis Neuss. Die Wahl zum Obermeister erfolgte im Spätsommer einstimmig und gilt zunächst bis November 2022, dann steht die nächste reguläre Wahl an. Sein Stellvertreter ist Ulrich Lindhorst (59).

„Meine Motivation für das Ehrenamt war und ist das Thema Ausbildung. Jeder schimpft, dass wir zu wenig Auszubildende haben. Hier wollte ich aktiv werden. Es ist einfach wichtig, dass junge Menschen in die Welt des Kfz-Handwerks einsteigen. Außerdem arbeite ich gerne mit Menschen“, sagt Jeromin.

Zusammen mit seinem Stellvertreter Ulrich Lindhorst will er stärker ins Bewusstsein rücken, wie zukunftsorientiert das Kfz-Handwerk ist. „Viele Jugendliche unterschätzen, was der Beruf mit sich bringt. Wir messen nicht mehr nur den Öldruck und stellen die Zündung ein, sondern arbeiten mit komplexen Diagnosesystemen. Der Kfz-Mechatroniker von heute ist nicht mehr der Schrauber, sondern der ITler, der auch schrauben können muss“, so der Obermeister.

Die Ausbildung soll außerdem digitaler werden. Jeromin will dazu die Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg weiter intensivieren. Ein weiteres Projekt: Die Überbetriebliche Ausbildungsstätte der Innung am Berufsbildungszentrum Grevenbroich plant 2022 neue Fachlehrgänge anzubieten, die in erster Linie den Innungsmitgliedern offenstehen. Themen könnten etwa „Airbag“, „Klima“ oder auch „Hochvolt“ sein.

Dem Innungsvorstand gehören außer den beiden Obermeistern Jeromin und Lindhorst, Heinz Breuer als Lehrlingswart sowie Wilfried Bahners, Ralf Schumacher, Johannes Brester, Urlike Eßer, Kristina Holler und Michael Holtschoppen an.

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