Rückruf: VW, Seat und Skoda überprüfen Sitze

Pro Marke rund 500 Fahrzeuge in Deutschland betroffen

| Autor: Niko Ganzer

Unter anderem beim Skoda Karoq gibt es Probleme mit dem Fahrersitz.
Unter anderem beim Skoda Karoq gibt es Probleme mit dem Fahrersitz. (Bild: Skoda)

Erneut gibt es Probleme mit dem Gestühl in verschiedenen Modellen des Volkswagen-Konzerns. Ging es bei vergangenen Rückrufen meist um die Kopfstützen, drehen sich die neuen Aktionen um das Sitzgestell.

„Es kann zu einem Fehler im Herstellungsprozess des Fahrersitzes gekommen sein. Dies kann einen Riss am Rahmen des linken vorderen Sitzgestells zur Folge haben“, erklärte ein Sprecher der Skoda Auto Deutschland GmbH auf Anfrage zum Karoq und Kodiaq. Die Sicherheit des Sitzes sei bei einem Unfall möglicherweise eingeschränkt.

Gleich lautende Warnhinweise des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) gibt es für den Seat Ateca und Tarraco, sowie den VW Tiguan. An den betroffenen Fahrzeugen wird das rechte Seitenteil des Sitzgestelles beziehungsweise der Sitzwanne auf Risse überprüft und gegebenenfalls ersetzt. Dies dauert bei Skoda je nach Arbeitsumfang zwischen einer halben und zwei Stunden. Bei den Tschechen geht es weltweit um knapp 1.100 im Januar dieses Jahres gebaute Einheiten. Hinzu kommen 931 im Februar produzierte Seat und 421 VW. Insgesamt sind von allen drei Marken etwas über 500 betroffene Fahrzeuge in Deutschland gemeldet. Die Aktionscodes lauten „72J4“ (Seat), „72J5“ (VW) und „72J6“ (Skoda).

Zweiter Rückruf für den Kodiaq

Skoda muss hierzulande zusätzlich noch 548 Einheiten des Kodiaq in die Vertragswerkstätten einbestellen. Sie verließen im Dezember 2018 das Werk. Im Rahmen des Einzelsitzes in der zweiten Sitzreihe könnte eine Befestigungsmutter fehlen, so der Sprecher. Für die Kontrolle aller Befestigungsmuttern des hinteren Einzelsitzes und die gegebenenfalls notwendige Nachrüstung ist eine halbe Stunde eingeplant. Der Rückruf mit dem Code „72J1“ betrifft den Angaben zufolge weltweit 2.015 Exemplare des SUVs.

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