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Scherer-Gruppe baut neues Audi-Terminal am Stammsitz

| Autor: Andreas Grimm

Auf die Veränderungen im Audi-Vertrieb reagiert die Scherer-Gruppe mit einer umfassenden Modernisierung ihrer Audi-Standorte. Am Stammsitz Simmern ging nun das dritte Terminal in Betrieb.

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Die Scherer-Gruppe hat am Stammsitz in Simmern einen modernen Audi-Schauraum in Betrieb genommen.
Die Scherer-Gruppe hat am Stammsitz in Simmern einen modernen Audi-Schauraum in Betrieb genommen.
(Bild: Scherer-Gruppe)

Die Scherer-Gruppe hat am Stammsitz in Simmern ein neues Audi-Terminal errichtet. Es ist die dritte neue Markenpräsenz der Gruppe seit 2015, vier weitere Autohäuser für die Premiummarke sind derzeit in Bau. Mit der Investition reagiert die Gruppe einerseits auf die Anforderungen durch den Wandel im Automobilhandel, und schafft andererseits mehr Platz für das Fabrikat, das die Gruppe in Simmern bereits seit 1968 vertritt. Mit dem Neubau hat Scherer binnen 50 Jahren den vierten Audi-Schauraum in Simmern errichtet.

Entstanden ist an der Automeile Koblenzer Straße eine Audi-Markenvertretung mit einem gut 500 Quadratmeter großen Schauraum auf dem 30.000 Quadratmeter großen Scherer-Grundstück, das neben der Unternehmenszentrale weitere automobile Aktivitäten beherbergt. Neben dem neuen Verkaufsraum investierte Scherer in eine markenexklusive Werkstatt mit sieben Arbeitsplätzen. Darunter ist der erste spezielle Arbeitsplatz für E-Mobilität in der Unternehmensgruppe. Die Höhe der Investitionen wollte das Unternehmen nicht beziffern.

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Die Entscheidung zum Neubau fiel bereits Mitte 2017. Einerseits war der bisherige Audi-Schauraum „deutlich in die Jahre gekommen“, wie Christian Scherer, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe, einräumt. Vor allem aber wären am alten Standort der angestrebte markenexklusive Service- und Werkstattbereich sowie die Anforderungen der Digitalisierung, etwa eine Customer Private Lounge, oder der E-Mobilität nicht umsetzbar gewesen. Nicht zuletzt ist Scherer zudem vom Konzept der Audi-Terminals überzeugt. Die reine Bauzeit betrug neun Monate.

Investition ins Gebrauchtwagengeschäft

Von der Investitionsentscheidung bis zum Baubeginn mussten noch einige Weichen gestellt werden. Entstanden ist der Audi-Neubau nämlich auf dem Areal, das bislang den Gebrauchtwagenverkauf der Gruppe in Simmern und den Seat-Schauraum beherbergte. Für diese Bereiche mussten zunächst neue Flächen gefunden und bezogen werden.

Da in der eher ländlichen Region Simmern das Gebrauchtwagengeschäft für das Audi-Geschäft große Bedeutung hat, entsteht im Zuge des Neubaus auch ein „Audi Gebrauchtwagen plus“-Platz. Die Bauarbeiten dafür sollen Ende des ersten Quartals 2019 abgeschlossen sein.

Die Eröffnung erfolgte im Rahmen einer VIP-Veranstaltung mit 120 Gästen, zu der die Gruppe wichtige Kunden, Partner des Unternehmens sowie Vertreter der Audi AG eingeladen hatte. Während der Veranstaltung standen der Q8 sowie den A1 im Mittelpunkt. „Das neue Gebäude bietet beste Voraussetzungen, unsere Kunden gut zu betreuen“, sagte Daniel Friesenhahn, als Geschäftsleiter am Standort Simmern.

Bereits im Jahr 2015 hatte die Scherer-Gruppe in Mayen ihr erstes Audi-Terminal in Betrieb genommen. Im Sommer 2018 folgte die Neueröffnung in Homburg/Saar. Derzeit werden derzeit die restlichen vier Audi-Standorte modernisiert, die im Laufe des Jahres fertiggestellt werden sollen.

Daten zur Scherer-Gruppe

Zur Scherer Unternehmensgruppe gehören 32 Autohäuser an 20 Standorten in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, im Saarland und in Bayern. Hier werden die Marken Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge, Porsche, Seat, Skoda, Maserati und MAN gehandelt und servicetechnisch betreut. Ergänzt wird das Angebot durch Tankstellen und eine Autovermietung.

Die Scherer-Gruppe gehört zu den größten Autohändlern in Deutschland. Laut einer Erhebung des Instituts für Automobilwirtschaft summiert sich der Umsatz im Jahr 2017 auf 773 Millionen Euro bei 29.453 Neu- und Gebrauchtwagenverkäufen. Die Scherer Unternehmensgruppe ist neben der Automobilbranche auch in der Bau- und Immobilienbranche tätig. Das 1937 gegründete rheinland-pfälzische Familienunternehmen beschäftigt über 1.900 Mitarbeiter.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«