Seat Früchtl sorgt für die Mobilität der Kunden

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Das digitale Geschäft betreibt das Autohaus über die eigene Webseite und über Mobile.de, wobei die Suche nach weit entfernten Käufern nicht im Vordergrund steht. „Wir wollen den Kunden wiedersehen. Er soll in unsere Werkstatt zum Service kommen, sein nächstes Auto wieder hier kaufen und sich nicht nur wegen des besten Preises für uns entscheiden“, macht Claudia Früchtl-Ebner klar. Wer damit einen regionalen Marktanteil mit Seat von 11 Prozent im Neuwagenbereich und von 16 Prozent bei den Gebrauchtwagen erreicht, liegt mit dieser Priorisierung nicht falsch.

Gezielte Präsenz in vielen Lebenslagen

Präsenz und echter Kundenkontakt sind weitere Erfolgsfaktoren des Seat-Autohauses, das seit Ende der Achtzigerjahre besteht. Es nutzt Messen und Gewerbeschauen, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Es sponsert einen Boxclub und einen Reitverein, es präsentiert sich den Tankstellenkunden ebenso wie den Autofahrern mit Unfallschäden, denn über die Schadensteuerung von HUK und Co. kommen regelmäßig Hilfesuchende mit Fremdfabrikaten auf das Gelände. Neuester Coup ist eine Postfiliale im Autohaus, die nochmals viel Laufkundschaft bringt.

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Der Verkaufserfolg ist dennoch kein Produkt des Zufalls: Claudia Früchtl-Ebner betreut das Gewerbekundengeschäft persönlich, fährt zu den Kunden, kümmert sich um die Unternehmer von nebenan, hat ein offenes Ohr für deren Probleme. Die Kunden wiederum schätzen kurzen Wege, die unbürokratische Sicherung ihrer Mobilität und flexible Hilfen. „Da ist jeder Kunde anders und will anders bedient werden. Darauf stellen wir uns ein“, so die Geschäftsführerin. Ebenfalls Chefsache ist der Umgang mit Anfragen und Leads. Früchtl-Ebner prüft mehrmals täglich den allgemeinen E-Mail-Eingang. Anfragen werden an die Mitarbeiter verteilt; ob die Kontaktaufnahme binnen eines Tages erfolgt und was daraus wird, verfolgt sie regelmäßig nach.

Die Kundenbetreuung endet nicht mit der Unterschrift unter den Kaufvertrag: Der Blumenstrauß für die Kundin bei der Fahrzeugübergabe gehört ebenso zu den kleinen Dingen der Wertschätzung wie die regelmäßig zwei Stunden Zeit, die sich die Verkäufer nehmen, um den Kunden die Funktionen des Autos zu erklären. Und schließlich fasst das Autohaus nach der Auslieferung zweimal nach: zum einen ob der Kunde mit dem Pkw zufrieden ist und zurecht kommt, zum anderen ob der Kunde denn den Händler weiterempfehlen würde. Dass es passt, zeigt die Empfehlungsquote von 99 Prozent.

Zweischneidig sind für das Autohaus derzeit die Finanzierungsfragen. Einerseits kommen dem Betrieb die niedrigen Zinsen zugute, da er im nahegelegenen Straubing derzeit in einen weiteren Betrieb investiert und dort für Seat einen Open Point schließt. Andererseits ist der Anteil der Finanzierungen an den Pkw-Verkäufen im Vergleich zu 2014 gesunken. „Die Leute bringen ihr Geld nicht mehr auf die Bank, weil sie keine Zinsen bekommen, sondern geben es aus und zahlen bar“, berichtet die Geschäftsführerin. Das gilt insbesondere für Neuwagen. Im Geschäft mit den jungen Gebrauchten ist die Finanzierungsquote dagegen gestiegen.

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