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Seat senkt mit dem Mii die Elektro-Preisschwelle nochmals

| Autor: Andreas Grimm

Der Kleinwagen Mii ist ab dem kommenden Jahr für 16.300 Euro erhältlich. Damit unterbieten die Spanier ihre tschechische Konzernschwester nochmals leicht im Preis. Gleichzeitig schrauben die Spanier kräftig am anderen, leistungsstarken Ende der E-Auto-Palette.

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Seat zeigt auf der IAA 2019 den Mii Electric.
Seat zeigt auf der IAA 2019 den Mii Electric.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Seat ist auf der IAA 2019 in Frankfurt der Konzernschwester Skoda gefolgt und hat den Kleinwagen Mii Electric mit einem Kampfpreis im Markt positioniert. Das Modell, das es nach den derzeitigen Planungen nur noch elektrisch gibt, kann unter Einberechnung der derzeit gewährten E-Prämien wahlweise ab 145 Euro im Monat geleast oder für 16.300 Euro gekauft werden. Damit unterbietet Seat den Listenpreis des elektrischen Skoda Citigo nochmals um rund 250 Euro. Die Leasingrate dagegen ist gleich. Ohne Prämien würde der Seat Mii künftig etwa 20.700 Euro kosten.

Ausgeliefert wird der Mii Electric ab Anfang 2020 zunächst in 14 europäischen Ländern. Zum Bestellstart äußerte sich Seat bislang nicht konkret, das Auto soll „in Kürze“ bei den Händlern stehen. Da Skoda für den Citigo die Bücher bereits am 20. September öffnet, dürfte Seat aber nicht viel später nachziehen. Der Mii basiert auf dem konventionell angetriebenen Vorgängermodell. Optisch zu erkennen ist der Elektro-Nachfolger am „electric“-Schriftzug am Heck sowie an 16 Zoll großen Leichmetallrädern in einem matten Grauton.

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Die verbaute Batterie hat eine Kapazität von 36,8 kWh und ermöglicht laut WLTP eine Reichweite von 250 Kilometern. Mit Gleichstrom und ausreichender Ladekapazität soll der Akku in einer Stunde zu 80 Prozent aufgeladen werden können. Damit der Ladeprozess zuhause möglichst reibungslos und schnell verläuft, können Kunden eine Wallbox inklusive der fachmännischen Installation zusammen mit dem Fahrzeug erwerben.

Mit dem Mii electric erlebt der Handel eine doppelte Premiere. Es ist das erste rein elektrisch betriebene Auto der Marke (abgesehen vom E-Toledo, der für Olympa 1992 in Barcelona produziert wurde) und es ist der Start für das Programm Seat Connect, das den Fernzugriff auf das Auto per Smartphone-App zulässt. Damit können die Seat-Fahrer etwa die Klimaanlage fernsteuern oder Fahrzeugdaten auslesen.

El-Born kommt 2020 in den Handel

Dass Seat und die Submarke Cupra wie der gesamte Volkswagenkonzern künftig stärker elektrisch beschleunigen sollen, zeigen weitere Ausstellungsstücke am Stand in Frankfurt. Der bereits in Genf gezeigte rein elektrische El-Born kommt als Gegenentwurf zum VW ID 3 im Jahresverlauf 2020 in den Handel. Und im großen SUV Tarraco pirschen sich die Spanier an die Plug-in-Hybrid-Technik heran und machen ihr Flaggschiff damit perspektivisch noch eine Spur sportlicher – ihn soll es nur in der fahrleistungsstarken FR-Ausstattung geben.

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Drittes neues Elektromodell im Bunde ist der Cupra Tavascan. Die SUV-Studie mit coupéhafter Linienführung soll laut Cupra-Chef Wayne Griffiths allerdings eine „Vision eines rein elektrischen Sportwagens“ sein, deren zwei E-Motoren den Wagen mit gut 300 PS nach vorne treiben. Die Akkukapazität von 77 kWh soll für 450 Kilometer reichen. Bei welcher Geschwindigkeit dafür abgeregelt wird, verrät Seat noch nicht. Offen bleibt die Frage, ob und wann ein Elektro-SUV von Cupra auf den Markt kommt: Die Seat-Tochter hat zwar schon einige Modelle als sehr seriennah angekündigt – zuletzt den Formentor in Genf –, bislang aber ist außer der Sport-Version des Ateca noch kein Cupra erhältlich.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«