Seat und Skoda punkten weltweit mit SUV-Strategie

VW-Konzerntöchter 2018 mit deutlichem Absatzplus

| Autor: Andreas Grimm

Seat Ateca oder Skoda Karoq? Die beiden VW-Konzernmarken setzten stark auf die SUV-Welle und entwickeln ihre Modelle auf den gleichen Plattformen. Und beide Fabrikate steigern den Absatz deutlich.
Seat Ateca oder Skoda Karoq? Die beiden VW-Konzernmarken setzten stark auf die SUV-Welle und entwickeln ihre Modelle auf den gleichen Plattformen. Und beide Fabrikate steigern den Absatz deutlich. (Bild: Seat)

Die beiden Volumentöchter des Volkswagen-Konzern, Skoda und Seat, haben im Jahr 2018 ihren Absatz jeweils deutlich gesteigert. Sie setzten damit die Wachstumsentwicklung der letzten Jahre unvermindert fort und schafften neue Absatzbestwerte.

Besonders Seat konnte seine Verkäufe nochmals kräftig erhöhen. Nach eigenen Angaben lieferten die Spanier 517.600 Fahrzeuge aus. Das waren 10,5 Prozent mehr als im Jahr 2017 – es ist nicht zuletzt das sechste Jahr in Folge mit einem (kräftigen) Absatzwachstum. Seit dem Jahr 2012, als Seat nur 321.000 Autos verkaufte, kletterte der Absatz damit um mehr als 60 Prozent. Laut einer aktuellen Seat-Mitteilung handelt es sich beim 2018er Ergebnis um das höchste Absatzvolumen in der 68-jährigen Firmengeschichte. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2000 des Volkswagenkonzerns vermeldet allerdings für das Milleniumsjahr einen Seat-Absatz von 524.000 Einheiten.

Unterstützt wird der neuerliche Aufschwung des vergangenen Jahres von vielen Faktoren. So wuchs der Absatz in den drei größten Märkten Deutschland (114.200 Verkäufe / +11,8 %), Spanien (107.800 / +13,2 %) und Großbritannien (62.900 / +12,0 %) ebenso wie in vielen kleineren und mittleren Märkten. Dazu kommt, dass das Fabrikat in neu erschlossenen Märkten ebenfalls punktet, etwa in Algerien (18.500 Einheiten / +263 %). Dort unterhält Seat allerdings auch eine große Produktionsanlage für Ibiza, Leon, Arona und Ateca.

Dazu kommt, dass die Produktoffensive der Spanier beim Kunden gut ankommt, speziell die beiden SUV-Modelle Arona und Ateca. Das große SUV Tarraco kommt erst im Februar 2019 in den Verkauf. Mit 98.900 Einheiten stellt der Arona in seinem ersten vollen Verkaufsjahr nun knapp ein Fünftel des Absatzes, der bereits etwas länger lieferbare Ateca kommt stabil auf 78.200 Verkäufe (- 0,6 %). Die größten Volumenbringer sind nach wie vor aber die Seat-Klassiker Leon (158.300 / -6,8 %) und Ibiza (136.100 / -10,7 %). Zum Familienvan Alhambra veröffentlichte Seat keine Zahlen, er dürfte sich um die 30.000 Mal verkauft haben.

Ebenfalls gewachsen ist die Submarke Cupra, die Seat im vergangenen Jahr aufwändig im Markt platziert hat. Ein Teil des Seat-Netzes präsentiert inzwischen Cupra-Modelle in einem speziell aufgerüsteten Teil des Showrooms (Cupra-Store). Immerhin 14.300 Cupra-Modelle wurden 2018 ausgeliefert (+40 %).

Skoda wächst um 4,4 Prozent

Ein ähnliches Bild liefert Skoda. Das tschechische Fabrikat erzielte 2018 mit 1.253.700 Auslieferungen das fünfte Jahr in Folge einen Absatzrekord (+4,4 %). Ähnlich wie die Konzernschwester Seat stützte sich der Erfolg dabei auf den SUV-Boom sowie auf Zuwächse in verschiedenen Absatzregionen und Märkten. Man habe „neue Kundengruppen für unsere Fahrzeuge begeistern konnten. Ein großes Dankeschön gebührt allen Skoda-Händlern“, kommentierte Vertriebsvorstand Alain Favey das Ergebnis.

Wichtigste Absatzregion bleibt Europa mit 826.800 ausgelieferten Fahrzeugen (+4,9 %). Für die momentane Stärke des Fabrikats spricht auch, dass Skoda auch in China auf 341.000 Auslieferungen zulegte (+4,9 %), obwohl der Gesamtmarkt schrumpfte. Die Kunden spricht Skoda dort auch mit speziellen Modellen wie dem SUV Kamiq an. Schließlich legte Skoda im neuen Wachstumsmarkt Russland um 30,7 Prozent auf 81.500 Fahrzeuge kräftig zu.

Skoda Scala: Frisches Design und neue Technik

Modellseitig sind die SUV-Modelle generell die Treiber des Wachstums. Was der Kamiq für Skoda in China ist, sind die Karoq und Kodiaq in Europa. Etwa jedes vierte ausgelieferte Skoda-Modell des vergangenen Jahres war ein SUV. Im Gegenzug verkauften sich die Skoda-Klassiker Octavia, Fabia und Superb etwas schlechter. Mit dem vollkommen neu entwickelten Skoda Scala in der Golf-Klasse wappnet sich der Autobauer aber im klassischen Pkw-Geschäft für die Zukunft. „Gleichzeitig starten wir in diesem Jahr mit unserem ersten Plug-in-Hybrid und dem ersten reinen E-Auto in die Elektromobilität“, blickt Vorstandschef Bernhard Maier in die nähere Zukunft.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45680692 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Nutzfahrzeugwerkstatt: Mit vereinten Kräften

Nutzfahrzeugwerkstatt: Mit vereinten Kräften

Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz ist aus der Kooperation dreier Einzelunternehmen entstanden und vereint eine markenunabhängige Nfz-Werkstatt und eine Vertragswerkstatt für diverse Fabrikate unter einem Dach. Dabei war alles ganz anders geplant. lesen

Autohaus Jakob: Dodge und Ram wagen

Autohaus Jakob: Dodge und Ram wagen

Mit Nissan und Jeep haben Peter Jakob und sein Sohn Benjamin zwei Marken an Bord, die das Familienunternehmen derzeit stark herausfordern. Als wäre das nicht schon genug, vermarktet das Autohaus seit Kurzem auch noch Dodge und Ram. lesen