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Sinkende Werkstattauslastung trübt die Stimmung bei freien Kfz-Betrieben

| Redakteur: Norbert Rubbel

Eine geringere Werkstattauslastung und eine schlechter beurteilte wirtschaftliche Lage freier Werkstätten drücken auf die Ergebnisse der Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb« und BDK im Juli. Dennoch verbuchte jeder zweite Betrieb stabile Gesamterlöse.

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(Bild: Rubbel)

Während der Indexwert der freien Werkstätten im Juli um 17 Punkte auf 148 Punkte fiel, nahm der der markengebundenen Autohäuser um einen Punkt auf 138 Punkte zu. Gründe für den sinkenden Indexverlauf der unabhängigen Kfz-Betriebe liefern die etwas niedrigere Werkstattauslastung von durchschnittlich 85 Prozent gegenüber dem Vormonat (87 Prozent) und die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation.

So bewerten nur noch 24 Prozent der Inhaber von freien Servicebetrieben ihre eigene Firmenkonjunktur im siebten Monat dieses Jahres als „sehr gut“. Im Juni waren es noch 30 Prozent, die ihrer geschäftlichen Lage die Note „Eins“ gaben. Dies ergab die aktuelle Branchenindexbefragung der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK).

Trotz der schlechteren Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Situation verbuchten viele freie Werkstätten eine positive Umsatzentwicklung.

Denn in 43 Prozent der Unternehmen fielen die Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat höher aus. In jedem zweiten markenunabhängigen Kfz-Betrieb blieben die Gesamterlöse immerhin stabil.

Zurückhaltende Prognosen für den Fahrzeughandel

Der Blick auf die Umsätze in den Geschäftsfeldern der Vertragshändler der Automobilhersteller zeigt ein differenziertes Bild: 39 Prozent der Befragten registrierten im Neuwagengeschäft höhere und 31 Prozent niedrigere Erlöse als im Vorjahr.

Etwas besser als im Neuwagenhandel entwickelten sich die Umsätze im Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen. Hier erzielten 42 Prozent steigende und 39 Prozent gleichbleibend gute Umsätze wie im Vorjahresmonat.

Die Prognosen für den Fahrzeughandel sind allerdings gedämpft: Nur 23 beziehungsweise 22 Prozent der Fabrikatshändler rechnen bis Ende August mit höheren Erlösen im Neuwagen- und Gebrauchtwagengeschäft.

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