Skoda-Absatz steckt im China-Sog nach unten

Neue Produkte sollen Verkauf befeuern

| Autor: Andreas Grimm

Skoda ist zuletzt in fast allen wichtigen Regionen gewachsen – außer in China.
Skoda ist zuletzt in fast allen wichtigen Regionen gewachsen – außer in China. (Bild: Skoda)

Der chinesische Automarkt belastet weiterhin die Absatzentwicklung von Skoda. Wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte, setzten die Tschechen im August weltweit 4,1 Prozent weniger Autos ab als noch im Vorjahresmonat. Dabei meldeten fast alle größeren Absatzregionen steigende Auslieferungen – bis auf China.

Auf dem für Skoda größte Einzelmarkt gingen die Auslieferungen der Tschechen um fast ein Viertel auf 22.100 Einheiten zurück (-23,8 %). Der Rückgang der Auslieferungen in China ist auf die derzeitige generelle Marktunsicherheit und Kaufzurückhaltung zurückzuführen, hieß es in einem Statement des Unternehmens.

Gleichzeitig konnte die Entwicklung des Fabrikats in Europa die Entwicklung in China weitgehend kompensieren. Großen Anteil daran habe „die hohe Nachfrage nach unseren SUV-Modellen Kodiaq und Karoq“, konstatierte Vertriebsvorstand Alain Favey laut Pressemitteilung. Der Absatz beider Modelle schoss knapp ein Fünftel in die Höhe. In den kommenden Monaten sei mit weiteren Wachstumsimpulsen zu rechnen, so Favey weiter. Dafür sollen neben dem kleinen SUV Kamiq (Verkaufsstart am 21. September) und dem kompakten Scala auch die Monte-Carlo-Derivate sorgen, die Skoda derzeit auf der IAA zeigt.

Längerfristig steht Skoda zudem vor dem Einstieg in die Elektromobilität. Auf der Messe sind sowohl der elektrische Kleinwagen Citigo, der ab 16.570 Euro kostet, sowie der erste Hybridwagen zu sehen. Der Skoda Superb Plug-in-Hybrid soll als Limousine ab 41.590 Euro zu haben sein. Die überwiegend in Deutschland gekaufte Kombi-Version wird 1.000 Euro mehr kosten. Einen konkreten Bestellstart gibt es noch nicht, die Bücher sollen aber „innerhalb der nächsten vier Wochen“ geöffnet werden.

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Absatzentwicklung nach Regionen

Die Region mit dem stärksten prozentualen Wachstum war im vergangenen Monat Osteuropa, also die Balkan-Region. Hier registrierte Skoda 3.700 Auslieferungen, ein Plus von 13,9 Prozent. Im benachbarten Russland fällt das Wachstum derzeit nicht mehr so stürmisch aus wie noch im ersten Halbjahr. Dort sind die Verkäufe aber noch 3,9 Prozent im Plus.

Damit entwickelt sich der Osten besser als das Stammgebiet von Skoda, Zentraleuropa. Dort verkaufte das Fabrikat im August 15.200 Neuwagen, ein Anstieg um immerhin noch 2,4 Prozent. Deutlich stärker aufwärts ging es in Westeuropa mit nun 33.800 Verkäufen. Das Plus von 6,7 Prozent stützt sich nicht zuletzt auf ein deutliches Auslieferungsplus in Deutschland, aber auch auf starke Wachstumsraten in kleineren Märkten wie Österreich (+36,7 %) oder die Niederlande (+21,0 %).

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