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Skoda-Auslieferungen sinken im ersten Halbjahr

| Autor: Andreas Grimm

Seit Jahren entwickelt sich der weltweite Skoda-Absatz mehr oder weniger deutlich nach oben. Derzeit stockt die Entwicklung allerdings. Skoda ist in den konjunkturellen Abwärtssog seines wichtigsten Einzelmarktes geraten.

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Die Skoda-Auslieferungen sind im Jahresverlauf gesunken – vor allem wegen einer Vertriebsregion.
Die Skoda-Auslieferungen sind im Jahresverlauf gesunken – vor allem wegen einer Vertriebsregion.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der bislang schwache chinesische Automarkt hat Skoda das erste Verkaufshalbjahr 2019 verhagelt. Nach Angaben des tschechischen Herstellers sanken die Auslieferungen in dem weltweit größten Automarkt in den ersten sechs Monaten des Jahres um ein Viertel auf 125.900 Einheiten. Weltweit verkaufte Skoda noch 620.900 Neuwagen, ein Minus von 4,9 Prozent.

Skoda-Vertriebschef Alain Favey ist dennoch vom positiven Kurs des Fabrikats überzeugt: Die laufende Produktoffensive entfalte weltweit ihre Wirkung. Tatsächlich lieferte Skoda im ersten Halbjahr in allen anderen Märkten zusammen 495.000 Fahrzeuge aus. Das war ein Wachstum von 1,6 Prozent. Allerdings sind auch da nicht alle Märkte im Plus. In Indien setzte Skoda 7.200 Neufahrzeuge ab (-13,9 %). Und auch in der Heimatregion Zentraleuropa (Region zwischen Adria und Ostsee) sank der Absatz um 4 Prozent auf 110.400 Einheiten.

Besser lief es dagegen in Westeuropa. Hier lieferte Skoda im ersten Halbjahr 275.700 Fahrzeuge an Kunden aus, das bedeutet ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für Deutschland, dem zweitgrößten Einzelmarkt der Tschechen, weist das Kraftfahrt-Bundesamt für das erste Halbjahr 107.400 Skoda-Neuzulassungen aus, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zweistellige Zuwächse erzielte das Fabrikat dagegen in Österreich (15.600 Fahrzeuge; +10,1 %), der Schweiz (11.800 Fahrzeuge; +28,9 %) und in Dänemark (9.000 Fahrzeuge; +22,8 %).

Stark liefen die Geschäfte in Osteuropa. In den Ländern außerhalb Russlands stieg der Absatz im ersten Halbjahr um 8,3 Prozent auf 24.500 Fahrzeuge (Januar bis Juni 2018: 22.600 Fahrzeuge). Noch besser entwickelte sich das Fabrikat in Russland, wo die Auslieferungen um 9,6 Prozent auf 39.800 Einheiten zulegten.

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Für das zweite Halbjahr verspricht sich Vertriebschef Favey vor allem vom neuen Kompaktmodell Scala sowie vom kleinen SUV Kamiq positiven Absatzschwung, da die Autos „schon jetzt bei den Kunden sehr gut ankommen“. Auch das Superb-Facelift und das neue Derivat Superb Scout sollen weitere Impulse bringen.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«