Besonders stolz ist Maier auf die neuen Evo-Motoren, die auch der Golf 8 bekommt; die früher obligatorische Wartezeit von ein paar Jahren, bis auch die Tochter die neueste Konzerntechnik nutzen darf, ist kein Thema mehr. Über die gesamte Flotte soll der CO2-Ausstoß um 14 Prozent gegenüber dem Vorgänger gesunken sein, fünf Triebwerke stoßen weniger als 100 Gramm Stickoxid pro Kilometer aus.
Die Benziner fahren als Drei- oder Vierzylinder vor, leisten zwischen 81 kW/110 PS und 180 kW/245 PS. Die stärkste Version sowie die Variante mit 150 kW/204 PS sind Plug-in-Hybride, die Doppelherz-Technik dürfte außerdem zukünftig im potenten RS-Modell für Vortrieb sorgen. Bei den schwächeren Motoren kommt zumindest teilweise in Verbindung mit dem Siebengang-DSG ein 48-Volt-Riemenstarter-Generator zum Einsatz. Damit kann der Octavia bei abgeschaltetem Verbrenner Segeln und den Motor mit einem kleinen E-Schub unterstützen.
Wie sich das anfühlt, konnten wir bei der ersten Runde nicht erfahren. Hier stand der 1.5 TSI mit 110 kW/150 PS als Handschalter und ohne Elektrifizierung bereit. Einen guten Eindruck hat der Octavia trotzdem hinterlassen, der Motor arbeitet leise und hat wie zu erwarten keine Probleme, den vollbesetzten Kombi zügig zu bewegen.
Einer flotten Gangart kommen auch die – abgesehen von der etwas gefühllosen Mittellage – präzise Lenkung und das ausgewogene Fahrwerk entgegen. Auf Wunsch gibt’s ein tieferes Sportfahrwerk oder einen Schlechtwege-Unterbau mit 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit und natürlich adaptive Dämpfer, die sich in nunmehr 15 Stufen justieren lassen.
Ad-Blue kann auch mit Lkw-Zapfpistole nachgefüllt werden
Neben einer Erdgas-Version komplettieren drei Diesel das Angebot, allesamt Zweiliter-Vierzylinder mit 85 kW/115 PS bis 147 kW/200 PS. Elektrifizierung ist hier noch kein Thema, dafür werden die Abgase von gleich zwei SCR-Katalysatoren gereinigt. Neu ist der Einfüllstutzen für den Diesel-Saubermacher Ad-Blue, der jetzt auch mit der Lkw-Zapfpistole getankt werden kann. Die beiden stärkeren Selbstzünder fahren auf Wunsch mit Allrad vor, für unsere Prototypen-Runde stand die mittlere Version mit ebenfalls 110 kW/150 PS und DSG bereit.
Den Doppelkuppler hat der Volkswagen-Konzern inzwischen gut im Griff, von der einstigen Anfahrschwäche ist nichts mehr zu spüren. Und dass sich der Diesel nicht ganz so spritzig anfühlt wie sein Benzin-Pendant, werden ihm die meisten Fahrer sicher klaglos verzeihen. Schließlich will auch der neue Octavia mehr Familien-Kutsche oder Business-Mobil denn Sportwagen sein.
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