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Skoda Octavia bekommt vom Start weg die volle Golf-Technik

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Kurz nach der VW-Golf-8-Premiere steht auch sein tschechischer Ableger Skoda Octavia in den Startlöchern. Der punktet wieder mit jeder Menge Platz und darf sich aus dem Konzern-Regal die neueste Technik schnappen.

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Bis zum 11. November bleibt der künftige Skoda Octavia noch getarnt.
Bis zum 11. November bleibt der künftige Skoda Octavia noch getarnt.
(Bild: Skoda)

Knapp ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Skoda mit dem Octavia das erste Modell unter VW-Ägide auf den Markt brachte. Seither ist die Marke vom Billigheimer zum ernstzunehmenden Konkurrenten geworden: Die Tschechen punkten traditionell mit guter Qualität, üppigem Platzangebot und liebevoll gepflegten Simply-Clever-Lösungen wie dem Eiskratzer im Tankdeckel.

Das überzeugt die Kundschaft und lockt freilich auch Käufer aus dem VW-Autohaus in den Skoda-Showroom. Zumal Octavia und Co. günstiger sind als die Volkswagen-Vertreter. Gerüchten, die Marke solle neupositioniert werden, um Kannibalisierungsrisiken zu minimieren, hat VW-Konzern-Chef Herbert Diess jüngst allerdings eine Absage erteilt. Im Gegenteil: Skoda habe das größte Wachstumspotential im Konzern, so der Vorstandsvorsitzende, und man müsse der Marke mehr Kapazitäten zur Verfügung stellen.

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Welches Potential in der tschechischen Tochter steckt, beweist nicht zuletzt der neue Octavia: Skoda-Chef Bernhard Maier ist sichtlich stolz auf die vierte Generation des Golf-Ablegers, die fertig entwickelt ist und ihr Können bereits unter Beweis gestellt hat – allerdings noch stark getarnt. Erst bei der Premiere am 11. November in Prag wird Maier die rot-gelbe Klebefolie abzupfen.

Was aber schon beim Blick auf die Erlkönige sichtbar wird: Der Octavia bekommt einen breiten Kühlergrill, schmale Scheinwerfer und ein recht kantiges Heck; zumindest lassen das die Kombi-Prototypen erahnen. Der geräumige Lademeister, für den sich zwei Drittel aller Octavia-Kunden entscheiden, kommt im zweiten Quartal 2020 auf den Markt, die Limousine etwas später. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei knapp unter 20.000 Euro starten.

Kaum länger und doch geräumiger

Mit 4,70 Meter legt der Octavia-Kombi, der auch wieder in einer robusten Scout-Version erhältlich sein wird, in Länge und Breite nur um ein, zwei Zentimeter zu. Der weiterentwickelte modulare Querbaukasten (MQB) sorgt allerdings für mehr Platz im Innenraum, vor allem auf der Rückbank herrscht fast Ballsaal-Atmosphäre. In den Kombi-Kofferraum gehen nahezu unveränderte 640 Liter, die Limousine hat dagegen um stattliche 110 auf 600 Liter zugelegt.

Einen nicht minder großen Sprung macht der Octavia in Sachen Elektronik: Unter anderem gibt es die aktuellsten Assistenzsysteme aus dem Konzern-Regal inklusive des Travelassits, der Abstandstempomat, Tempoanpassung und Spurhalter kombiniert. Außerdem halten ein neues Multifunktionslenkrad mit schicken Drehwalzen, virtuelle Instrumente, ein Head-up-Display und das neueste Infotainment-System Einzug.

Wie sein Technik-Bruder Golf 8 bekommt auch der Octavia unterhalb des Zehn-Zoll-Touchscreens eine Slider-Fläche, auf der per Fingerstreich die Lautstärke geregelt oder die Navikarte feinjustiert werden kann; ganz so schalterreduziert wie der Golf ist er allerdings nicht. Ungewöhnlich: Einer der bis zu fünf USB-C-Anschlüsse sitzt rechts neben dem Rückspiegel. Hier können die vielerorts beliebten Dash-Cams zum Laden angeschlossen werden, so der Skoda-Chef, der höchstpersönlich mit auf die erste Testfahrt geht.

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